Auch die Liberalen ziehen ihre Campusbahn-Bilanz

Von: Peter Langohr
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Birgit Haveneth (links) tritt für die FDP als Bundestagskandidatin an. Vorsitzender Alexander Heyn ehrte Marlis Walter für 40-jährige Mitgliedschaft bei den Liberalen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Bei ihrem Kreisparteitag im Schloss Schönau in Richterich präsentierte sich die Aachener FDP voller Kraft und Selbstbewusstsein. Einer der Gründe liegt darin, dass die Liberalen die Ablehnung der Campusbahn beim Ratsbürgerentscheid als einen Erfolg sehen, der zu einem guten Teil ihrer engagierten Arbeit zu verdanken sei.

 Dass die Ergebnisse der Landtagswahlen im vergangenen Jahr in NRW und erst kürzlich in Niedersachsen zur Hochstimmung in der FDP beitragen, versteht sich von selbst.

Vorstandsmitglied Georg Helg übernahm es, die Aachener Bundestagskandidatin der FDP, Birgit Haveneth, in einem Interview vorzustellen. Bei den wie aus der Pistole abgeschossenen Fragen zu Einstellungen, Zielen, Meinungen und Prognosen mit nur wenig Bedenkzeit für die Antworten zeigte sich die junge Frau – Mitte 30, Mutter von vier Kindern und erfolgreiche Unternehmensberaterin – schlagfertig.

Kreisverbandsvorsitzenden Alexander Heyn trug den Rechenschaftsbericht des Kreisvorstandes vor und nutzte die Gelegenheit, Marlis Walter für 40-jährige Mitgliedschaft in der FDP und ihr Engagement zu danken. Heyn bedauerte, dass nach dem Ratsbürgerentscheid von den unterlegenen Befürwortern der Campusbahn „nachgetreten“ werde. Er hatte insbesondere die Grünen im Visier und griff unter anderem deren Fraktionssprecherin Ulla Griepentrog an. Er nannte es ein „Armutszeugnis“, dass die Befürworter der Campusbahn keinen Plan B hätten, und erinnerte daran, dass es beispielsweise mit der Alemannia, der Kaiserplatzgalerie und der Verlegung der Antonius­straße weitere Projekte gebe, die nicht vorankämen.

Schatzmeister Klaus Vossen stellte in seinem Rechenschaftsbericht fest, dass es gelungen sei, den Landtagswahlkampf im vergangenen Jahr und die Aktionen zum Ratsbürgerentscheid ausschließlich aus Spendenmitteln zu finanzieren. Die Partei zeichne sich durch eine ausgewogene Beitragsstruktur aus, und die Zahlungsmoral der Mitglieder sei sehr gut. Hilfreich für die Finanzierung der Parteiarbeit seien auch die nicht unbeträchtlichen Beiträge der Mandatsträger. Bei der Wahl der Delegierten für den Bundesparteitag der FDP wurden Georg Helg und Birgit Haveneth einstimmig gewählt.

Kritisches war von Günter Hülsen zu hören. Das Mitglied des FDP-Ortsverbands Aachen-Mitte beklagte, dass die Partei zu wenig tue, um neu eingetretene Mitglieder oder solche, die keine Funktionsträger seien, in die politische Arbeit einzubinden. Das wollten Parteispitze und Mandatsträger so nicht stehen lassen und wiesen wie Ruth Crumbach-Trommler oder Sigrid Moselage auf die vielfältigen Angebote der Partei hin. Alexander Heyn ergänzte, dass auch Eigeninitiative gefragt sei, wenn man meine, dass etwas schief laufe.

Fazit des Parteitages: Die Aachener FDP blickt voller Zuversicht auf die Bundestagswahl im September.

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