Aachen - Auch der Textilriese C&A plant den Aufbruch in eine neue Ära

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Auch der Textilriese C&A plant den Aufbruch in eine neue Ära

Von: gei
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Soll modernisiert und aufgesto
Soll modernisiert und aufgestockt werden: Der C&A-Bau am Willy-Brandt-Platz. Das Projekt fügt sich in eine Reihe von Vorhaben ein, die das Viertel komplett verändern werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Wennschon, dennschon - nach diesem Motto scheinen Planer und Investoren rund um den Kugelbrunnen zu Werke zu gehen. In dem Viertel, das zurzeit noch stark von Abriss, Leerstand und Trümmerlandschaft geprägt ist, soll es bald wieder aufwärts gehen. Nur wenige Schritte vom Gelände der geplanten Kaiserplatz-Galerie entfernt sind weitere Um- und Neubauten geplant.

„Wenn alles so kommt, wird sich der Kugelbrunnen zum Supermagneten entwickeln”, vermutet Michael Rau, planungspolitischer Sprecher der Grünen, der sich gemeinsam mit seinen Kollegen bereits in der nächsten Woche mit einem weiteren Bauvorhaben befassen muss: C&A will aufstocken und modernisieren.

Der in die Jahre gekommene Bau des Bekleidungsriesen am Willy-Brandt-Platz soll den vorliegenden Plänen zufolge deutlich mehr Verkaufsfläche erhalten. Insbesondere über dem Eingangsbereich sind die augenscheinlichsten Veränderungen zu erwarten - mit drei aufgesetzten Geschossen, abgerundeten Vorsprüngen und versetzten Aufbauten. Auch auf das Hauptgebäude soll ein weiteres Geschoss draufgesetzt werden.

Der Architektenbeirat hat sich mit den Plänen der Kölner Architekten Zimmermann und Storch bereits intensiv befasst und höchstes Lob verteilt. Das Gremium sei vollständig überzeugt, der Willy-Brandt-Platz werde durch die geplante Fassade stärker konturiert, heißt es. Im Planungsausschuss geht es am kommenden Donnerstag zunächst um die Änderung des Bebauungsplans. Wann der Startschuss für den Umbau fällt, ist noch unklar.

„Wir wollen mit einem vollen Sortiment in einem schönen Gebäude in Aachen bleiben”, sagt C&A-Pressesprecher Lars Boelke. „Wir freuen uns, wenn dort was passiert.” Bauherr ist das Immobilienunternehmen Redevco, das wie C&A im Besitz der Familie Brenninkmeijer ist.

Zugleich steht auch der Aachener Investor Gerd Sauren Spaten bei Fuß. Gemeinsam mit Hans Kahlen hat er seinerzeit die Idee zur Kaiserplatz-Galerie mitentwickelt. Nun wartet er ebenso gespannt wie Aachens Politiker darauf, dass die Grundstücke entlang der Adalbertstraße von der dort tätigen Projektentwicklungsgesellschaft Adalbertstraße (PEA) an die Unternehmen Strabag und ECE verkauft werden, damit der langersehnte Baubeginn der Kaiserplatz-Galerie erfolgen kann. Auch dieses Thema wird im nächsten Planungsausschuss behandelt. Sauren erklärte am Donnerstag: „Ich bin sicher, dass das jetzt in die Gänge kommt.”

„Keine zweite Mini-Galerie”

Er hat schon deswegen selbst Interesse daran, weil er auf der gegenüberliegenden Seite zwischen Adalbert- und Stiftstraße mehrere Grundstücke besitzt, die er ebenfalls neu bebauen will. „Keine zweite Mini-Galerie”, wie er betont, sondern deutlich kleinteiliger. Abriss und Umbau sollen eng mit den Zeitplänen für den Bau der Kaiserplatz-Galerie abgestimmt werden. „Wir wollen gleichzeitig fertig werden”, sagt Sauren.

So kann man den Eindruck erhalten, dass rund um den Kugelbrunnen kaum ein Stein auf dem anderen bleiben wird, zumal auch die Kaiserplatz-Galerie um einen Anbau bis hin zur Harscampstraße erweitert werden soll. Schon geht die Sorge um, dass dereinst viel Kaufkraft in diese Ecke der Stadt gezogen wird, die im Bereich Markt und Großkölnstraße fehlen könnte. „Das wird das nächste große Thema sein”, sagt Sauren, „wir brauchen ein Gegengewicht in der Großkölnstraße.”
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