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Auch der Fahrplan kommt ins Rutschen

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:
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Am Montagabend wurde so mancher Fahrgast notgedrungen zum Fußgänger. Im Linienbusverkehr ging zeitweise fast nichts mehr. Behinderungen gab es nach Angaben der Aseag aber auch am Foto: Ralf Roeger

Aachen. Ja, selbst die Internetseite der Aseag schien Dienstag eingefroren. Noch immer wurde ein Kombiticket für Senioren und eines für die Fans der „Grizzlies” beworben. So nennt sich der hiesige Eishockeyclub.

Ansonsten hielt sich die Aseag in Sachen Informationen zu Eis und Schnee sowie deren Auswirkungen auf den Busverkehr bis Dienstagnachmittag weitgehend bedeckt. Zumindest auf der eigenen Internetseite.

Auskunftsfreudiger zeigte sich Anne Linden. Die Aseag-Sprecherin kündigte zeitnahe Aktualisierungen des Internetauftritts an: Wenig später wurden auf http://www.aseag.de zwei Servicenummern (16880 und 16803010) platziert. Denn die Verspätungen der Aseag beschränkten sich nicht auf das Internet.

Durchschnittlich 15 Minuten hingen die Busse im Stadtgebiet am Dienstag ihrem Fahrplan hinterher. „Große Probleme haben wir in Richtung Orsbach, Lemiers, Sief und Nütheim”, sagte Linden. Generell stellen die Außenbezirke für die Aseag derzeit schwer erreichbares Terrain dar, das Angebot wurde eingeschränkt. „Weil die Straßen nicht geräumt sind”, sagte Linden.

Im Stadtgebiet aber werde niemand an den Haltestellen stehengelassen. Linden: „Wir haben keine Busse abgezogen.” Sogar Gelenkbusse waren noch im Einsatz. Das soll zwar eigentlich nicht so sein, aber wegen des Fahrgastaufkommens sei es nicht anders machbar gewesen. „Eigentlich versuchen wir bei solchen Witterungsverhältnissen, nur mit Standardbussen unterwegs zu sein”, so die Aseag-Sprecherin. Und auf geeigneten Reifen: Das Verkehrsunternehmen setzt auf Matsch-und-Schnee-Reifen, geeignet für den Ganzjahresbetrieb.

Auch die Aachener haben ihre Pkw offenbar großenteils wintertauglich gemacht. Das beobachtet zumindest Michael Scheeren, Geschäftsstellenleiter der Filiale einer großen Werkstattkette im Norden von Aachen. Winterreifen werden bei ihm kaum noch gekauft und aufgezogen. „Es kommen nur noch ein paar Unverbesserliche”, sagte Scheeren.

Bei Helga Wolfram sieht es anders aus. „Die Nachfrage nach Winterreifen ist immer noch groß”, sagte die Filialleiterin eines Reifenhändlers im Südraum. Was das Angebot angeht, sind sich Wolfram und Scheeren einig: Die Lager seien leer gefegt.

Die Profilfrage beschäftigt nicht zuletzt das Ordnungsamt. Routinemäßige Reifenkontrollen gebe es zwar nicht, sagte Fachbereichsleiter Detlev Fröhlke. Aber wenn jemand wegen durchdrehender Reifen den Verkehr behindere, dann werfe die Polizei schon einen genauen Blick auf die Pneus. Sind es dann solche für den Sommer, gibt es ein Bußgeld von 40 Euro und einen Punkt in Flensburg. Fröhlke: „Das ist ja dann schon fast vorsätzlich.”
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