Aachen - Au Banan: Haverkamp in Würselen

Au Banan: Haverkamp in Würselen

Von: Werner Breuer
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Arbeitsteilung: Hans Brings (rechts), Veranstaltungsmanager der Burg Wilhelmstein, nimmt dem Kabarettisten Wendelin Haverkamp die organisatorischen Aufgaben ab, die ihn bei der Reihe „!Au Banan“ belastet haben. Mit diesem Deal lockte er ihn nach Würselen. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Sean Connery und Wendelin Haverkamp haben mindestens zwei Gemeinsamkeiten: Der schottische Schauspieler wollte irgendwann nicht mehr 007 sein, der Aachener Kabarettist Schluss machen mit seiner Reihe „!Au Banan“. Und zweitens gab Connery später doch wieder den Bond, James Bond, während Haverkamp nun ein neues „Au Banan“-Programm auf die Bühne bringt.

Haverkamp kann das natürlich alles erklären, „Das war durchaus ernst gemeint mit der Abschlussveranstaltung“, sagt er. 850 Zuschauer betrauerten im vergangenen Jahr im Theater das Ende der Kabarett-Reihe. 25 Jahre lang hatte Haverkamp mit wechselnden Freunden aus der Belustigungsbranche das Leben gegen den Strich gebürstet. Das Publikum wusste das Format zu schätzen, zuerst im Jakobshof und später im Franz war immer die Hütte voll. „Es war eine tolle Sache“, findet Haverkamp nach wie vor, „aber auch eine Menge Arbeit.“

Vor allem das Organisatorische setzte dem Kabarettisten zu. Sich um die Hotelzimmer für seine Bühnengäste zu kümmern, mag da noch als leichtere Übung durchgehen. Finanzbürokratische Scharmützel wegen Kleinkünstlern mit ausländischem Wohnsitz sind da von ganz anderem Kaliber. Und bei einer Reihe wiederholen sich diese lästigen Begleiterscheinungen des Programms immer wieder. Haverkamp wollte das nicht mehr.

Dass „!Au Banan“-Fans nun doch wieder etwas geboten bekommen, haben sie deshalb Hans Brings zu verdanken. Der Veranstaltungsmanager von Burg Wilhelmstein fand es „zu schade, dass so etwas aufhört“. Seine Bühne in Würselen bietet auch anderen Kabarettisten einen passenden Rahmen, weshalb das Konzept „Haverkamp lädt Freunde ein“ nach seiner Ansicht dort gut passen würden. Haverkamps Bedingung: „Wenn du mir die Organisation abnimmst, probieren wir es.“

Probiert wird es am Sonntag, 3. Juni 2018 um 19 Uhr unter dem Titel „!Au Banan: Summertime auf Wilhelmstein – Haverkamp lädt Freunde ein“. Eingeladen ist zum Beispiel Horst Evers, preisgekrönte Größe des deutschen Kabaretts und live ebenso erfolgreich wie mit seinen Büchern. Mit dabei ist auch Jochen Malmsheimer, unter anderem Fernsehguckern bekannt durch die ZDF-Sendung „Neues aus der Anstalt“. Der Dritte im Bunde hat eine kurze Anreise. Dieter Kaspari wird mit seinem Öcher Blues für den guten Ton sorgen, begleitet von Uwe Böttcher. „Und ich mache natürlich auch etwas“, sagt Gastgeber Haverkamp. „Das ist kein Programm von der Stange“, meint Hans Brings, „das ist einzigartig.“

Einmalig muss es deshalb nicht bleiben. Wenn die richtigen Freunde von Haverkamp gerade in der Nähe sind und noch Platz im Terminkalender haben, könnte man sich wieder treffen wie in den alten „!Au-Banan“-Zeiten, nur eben open air auf der Burg Wilhelmstein. Aber eine Kleinkunstreihe „!Au Banan“ soll es nicht mehr geben.

„Es gibt keinen Zwang zur Fortsetzung“, sagt Wendelin Haverkamp. „Wir hoffen, dass es kein einmaliges Gastspiel sein wird“, sagt Hans Brings. „Sag niemals nie“ hieß einer der Bond-Filme, die Sean Connery nach seinem angekündigten Ausstieg doch noch gedreht hat. Es war allerdings wirklich sein letzter.

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