„Au Banan”: Gesucht das neue Unwort des Jahres

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Am 21. März Gast bei „Au Banan”: Julian Dawson. Foto: Archiv

Aachen. Während in großen Teilen der Stadt noch der tierische Ernst ausgetrieben wird, ist einer mental schon mitten in der Fastenzeit gelandet. Um sie durch eine opulente Unterhaltungsmahlzeit zu unterbrechen - Wendelin Haverkamp hat für den 21. März seine nächste Ausgabe von „Au Banan” terminiert.

Um 19 Uhr geht es im Franz in der Franzstraße los, als geladene Freunde sind Julian Dawson und Frank Goosen mit von der Partie.

Auf den britischen Musiker und Songschreiber, Jahrgang 1954, freut sich der Gastgeber besonders, zählt Dawson doch zum ganz alten Hochadel der „Singer-Songwriter”. Er hat im Laufe seiner Karriere mit den bedeutendsten englischen und amerikanischen Künstlern zusammengearbeitet, sich aber auch in Deutschland einen großen Kreis geschworener Fans aufgebaut.

Markenzeichen ist sein Minimalismus: Allein mit der Gitarre und seiner unglaublich intensiven Stimme zaubert er eine faszinierende Atmosphäre auf die Bühne.

Der zweite Gast, Frank Goosen, hat sich nach Auflösung des Duos „Tresenlesen” (mit Jochen Malmsheimer, der zuletzt im Mai 2009 bei „Au Banan” war), als Autor profiliert. Schon sein Roman „Liegen lernen” verkaufte sich mehr als 100.000 Mal, aber auch auf der Bühne ist er weiter unterwegs und äußerst erfolgreich. Das Publikum im Franz darf sich auf neue Texte freuen, die unter dem Titel „Heimat, Fußball, Rockmusik” daherkommen.

Haverkamp will unter anderem thematisieren, dass das Unwort des Jahres („betriebsratsverseucht”) nicht so gelungen ist. Sein eigener Vorschlag: „Entschlackung” - im Frühling sehr gesund und zudem Ziel des NRW-Schulministeriums.

Der „Au-Banan”-Chef: „Wenn Lehrpläne und Studiengänge entschlackt werden, müssen Schüler und Studenten weniger Stoff in sich hineinstopfen. Also fällt im Hirn weniger Schlacke an, und es kommt nicht so oft zur didaktischen Obstipation. Muss denn ein Medizinstudent, der später als Handchirurg endet, wissen, wo der Blinddarm ist? Das stört doch nur bei der Orientierung.”

Es wird also wieder ein kurzweiliger Abend, die Akteure bürgen für ein abwechslungsreiches literarisch-musikalisch-kabarettistisches Programm. An den Keyboards wie immer Freddy Matulla, der an diesem Tag Geburtstag feiert.
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