Aachen - Attacke auf Gaststätte: Wehr im Großeinsatz

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Attacke auf Gaststätte: Wehr im Großeinsatz

Von: zva
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Einsatz Rommelsgasse
Ein ABC-Team der Feuerwehr beim Einsatz in der Rommelsgasse. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Mit großem Aufgebot rückte die Feuerwehr am Mittwoch am frühen Nachmittag im Zentrum der Stadt an. Anwohner und Passanten hatten sich über einen unangenehmen Geruch am Hühnermarkt beschwert, der daraufhin mit Flatterband komplett zwischen Hof und Rethelstraße gesperrt wurde. Quelle der Emission war die Gaststätte „aix mediterrane”, auf die offenbar in der Nacht ein Anschlag verübt worden war.

Geschäftsführer Mesut Gürsoy an Ort und Stelle: „Jemand hat irgendwelches Zeug auf Stühle und Tische geschüttet. Ich gehe von Klebstoff aus.” Gegen 11 Uhr hatte er erst von der Aktion erfahren, Angestellte und Freunde versuchten noch, Terrasse, Stühle und Tische auf eigene Faust mit einem Lösungsmittel in einen manierlichen Zustand zu versetzen.

Er gehe davon aus, dass es sich um eine gezielte Aktion handelte. „Offensichtlich wollte jemand uns das Geschäft verderben. Das ist eine Sauerei”, sagte der Gastronom weiter, der angab, keine Probleme mit Nachbarn oder Kollegen zu haben. Normalerweise öffnet Gürsoy sein Geschäft mit 40 Außenplätzen um 12 Uhr, am Mittwoch blieb erst einmal alles leer, auch in den danebenliegenden Gaststätten waren viele Plätze wegen der Absperrung stundenlang nicht besetzt.

Anwohner Yurdah Aran schätzt, dass es etwa drei Uhr in der Nacht war, als sich böse Buben an den Terrassenmöbeln zu schaffen machten. Weil der Gestank anhielt, verständigte er die Polizei, die wiederum die Feuerwehr zu Hilfe holte. Die Brandbekämpfer rückten gleich mit dem Rüstzug Chemie an, noch wusste ja niemand, was vor der Gaststätte ausgekippt worden war. Mehrere Beamte in Schutzanzügen nahmen Proben und versuchten dem Rätsel auf den Grund zu gehen. So wurden Tests gemacht, ob es sich um eine Säure oder eine Lauge handele, zunächst ohne Ergebnis.

Vorsorglich wurden drei Personen ins Krankenhaus gebracht. Einsatzleiter Marcus Mehlkop: „Sie haben aber keine akuten Beschwerden.”
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