Aachen - Aseag übermittelt mit neuer App Fahrtzeiten in Echtzeit

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Aseag übermittelt mit neuer App Fahrtzeiten in Echtzeit

Von: Werner Breuer
Letzte Aktualisierung:
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Wo bin ich und wie komme ich von hier weg? Aseag-Vorstand Michael Carmincke (links) und Helmut Bergstein vom Vorstand des Software-Unternehmens IVU präsentieren die Anwendungsmöglichkeiten der neuen App „Aseag mobil“. Foto: Harald Krömer

Aachen. Es könnte das Leben der Öcher mächtig entschleunigen: Statt schnellen Schrittes zur Haltestelle zu eilen und dort auf den verspäteten Bus zu warten, können sie jetzt auf ihrem Smartphone sehen, wann der Bus wirklich kommt. Dank der neuen Fahrgastinformations-App „Aseag mobil“ bleibt vielleicht noch Zeit für einen Espresso oder ein kleines Körbchen Bügelwäsche, bevor sich Fahrgast und Fahrzeug pünktlich treffen.

„Wir nehmen damit einen Trend auf“, sagt Aseag-Vorstand Michael Carmincke. Der moderne Mensch wolle „jederzeit mobil, aber auch gut informiert“ sein. Deshalb teilt nun der Rechner in der Leitstelle des Verkehrsunternehmens sein Wissen mit der Kundschaft, und zwar in „Echtzeit“. Die Positionsmeldungen der Bordcomputer in den Bussen werden vom rechnergestützten Betriebsleitsystem ruckzuck via iOS- und Android-App an die Fahrgäste durchgereicht. So weiß dann Max Mustermann an der Haltestelle Scheibenstraße, dass die Linie 12 gerade am Hansemannplatz steht.

Anzeigen an Haltestellen

Den neuen Service bezeichnet die Aseag bescheiden als „Ergänzung zu den dynamischen Informationssäulen“. 57 solcher Säulen werden derzeit an Haltestellen in der Stadt und der Region aufgestellt. Sie zeigen anders als der gedruckte Fahrplan die tatsächliche Abfahrtszeit, berechnet auf Basis der Positionsmeldungen der Linienbusse.

Mit 57 elektronischen Anzeigetafeln erreicht man in einem Netz mit über 1200 Kilometern und mehr als 2000 Haltestellen aber nicht gerade die große Masse der Fahrgäste, weiß auch Carmincke, „wir hätten damit aber nie alle Haltestellen ausrüsten können“. Und außerdem erreicht man die Kundschaft damit eigentlich zu spät. „Besser ist es, wenn die Leute schon zu Hause erfahren, wann genau ihr Bus kommt.“

Die App, die diesen Service nun bietet, ist quasi eine Art Dreingabe: Das Aufwändige an der dynamischen Fahrgastinformation sei die dafür nötige Infrastruktur, erklärt Dr. Helmut Bergstein vom Vorstand des Unternehmens IVU Traffic Technologies, das dieses System ausgetüftelt hat. Ihre dynamische Fahrgastinformation lässt sich die Aseag rund anderthalb Millionen Euro kosten. Die zusätzliche App Aseag mobil sei dabei mit einem „überschaubaren monetären Aufwand“ zu realisieren gewesen, erklärt Hermann Paetz, Centerleiter Verkehr bei der Aseag.

Beispiel London

Das mittelständische Software-Unternehmen IVU hatte schon in den 1990er Jahren an der dafür nötigen Infrastruktur mitgearbeitet. Die Firma mit 350 Mitarbeitern ist international unterwegs. Mit einer App wie „Aseag mobil“ hat IVU auch schon Erfahrungen gesammelt: In London habe man für die Olympischen Spiele ein schickes Fahrgastinformationssystem haben wollen, berichtet Bergstein. Und sowas hat Aachen jetzt auch.

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