Aachen - Aseag hält Rote Flotte auf Kurs

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Aseag hält Rote Flotte auf Kurs

Von: Georg Dünnwald
Letzte Aktualisierung:
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Ein Bus der Aseag. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Die Aseag kostet sowieso nur Geld”, ist häufig zu hören. Was auch stimmt. Nur, die Aseag bringt auch volkswirtschaftlichen Nutzen. Und den hat das „Pestel Institut für Systemforschung” aus Hannover jetzt ermittelt.

„Wir sorgen für Mobilität”, bekräftigt Aseag-Vorstand Hans-Peter Appel. „Und wir sorgen für wirtschaftliche Impulse”, pflichtet ihm der Aseag-Aufsichtsratsvorsitzende Heiner Höfken bei.

Die Einnahmen der Roten Flotte liegen im Jahr bei 43 Millionen Euro, das bedeutet aber immer noch ein Defizit von 12,6 Millionen Euro. Dieses Defizit gleichen die Verkehrsmanager durch jährliche Preisanpassungen, „die aber politische Gremien passieren müssen” (Appel), und eine Querfinanzierung durch die Holding EVA (Energie- und Verkehrsgesellschaft) aus.

Zur EVA gehören auch das Parkhausunternehmen Apag und die Stawag. Letztere macht Gewinne, Strom zu verbrauchen heißt also auch, den ÖPNV so preiswert zu gestalten. Und trotz Defizits, das auch noch steigt, erlebt die Rote Flotte seit Jahren einen Höhenflug. Transportierte sie vor 30 Jahren jährlich 35 Millionen Fährgäste , kam sie im letzten Jahr auf 65 Millionen. „Dies ist bundesweit die höchste Steigerungsrate. Die Fahrgäste nehmen unser Konzept an”, lobt Appel sein Unternehmen.

Das alles war nun Anlass genug, mal die wirtschaftliche Bedeutung der Roten Flotte untersuchen zu lassen. Karin Janssen vom Pestel-Insitut brachte tolle Ergebnisse mit, die allerdings nicht mit denen anderer Kommunen verglichen werden können, „weil wir da noch zu wenig Daten haben”, erklärt die promovierte Wissenschaftlerin des Pestel-Insituts. Allerdings, sie wartet mit beeindruckenden Zahlen auf.

So entstehe durch jeden Arbeitsplatz bei der Aseag ein weiterer Arbeitsplatz in Aachen und der Region. „Die Aseag hat 589 Beschäftigte, 397 Arbeitsplätze sind dadurch in Aachen indirekt entstanden, zum Beispiel bei Instandhaltungsfirmen, aber auch beim Finanzamt, wo die Steuern, die das Verkehrsunternehmen bezahlt, abgerechnet werden.” Von jedem Euro, den das Management der Roten Flotte ausgebe, verblieben knapp 34 Cent in der Stadt, weitere 25 Cent im Rest der Städteregion.

Fast 33 Millionen Euro gibt die Aseag für Güter und Dienstleistungen jährlich aus. Stolze 51,6 Prozent bleiben davon in Stadt und Kreis Aachen. Die knapp 31 Millionen Euro, die die Aseag für Löhne einschließlich Steuern und Sozialabgaben zahlt, bleiben zu 58,5 Prozent in Aachen und der Region. „Damit gibt das Unternehmen in der Region einen Impuls von 63,7 Millionen Euro”, hebt Karin Janssen hervor.

Soziale Verantwortung

Zahlen, die für Aseag-Vorstand Hans-Peter Appel und seinen Aufsichtsratsvorsitzenden Heiner Höfken Grund genug sind, die Rote Flotte auf Kurs zu halten. „Wir stellen uns unserer wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Verantwortung”, resümiert Appel.
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