Aseag hält Kundschaft auf dem Laufenden

Von: wb
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Wann kommt der Bus? Fünf der neuen Dynamischen Fahrgastinformationen laufen jetzt im Probebetrieb. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Wenn Aseag-Kunden nach dem nächsten Bus Ausschau halten, müssen sie sich jetzt nicht mehr den Hals verrenken: Dank „Dynamischer Fahrgastinformation“ – kurz: DFI – ist auf einem Bildschirm an der Haltestelle zu lesen, wie lange es noch dauert. Fünf solcher DFI-Anlagen hat das Verkehrsunternehmen nun montiert.

Am Kaiserplatz, an den Haltestellen 11 und 12 am Bushof, am Herzogenrather Bahnhof und bei der Aseag-Zentrale an der Neuköllner Straße bilden sie quasi die Vorhut. Sie werden im Probebetrieb ausgiebig getestet und sollen die nötigen Erkenntnisse liefern, damit im kommenden Jahr an insgesamt 57 Haltestellen die Fahrgäste dynamisch informiert werden können.

So ganz doll revolutionär ist dieser Service allerdings nicht. In Köln stehen solche Anlagen an jedem Wartehäuschen, und in Aachen hat es sie auch schon gegeben. Die Aseag habe zu den ersten Verkehrsunternehmen gehört, die DFI-Anlagen betrieben haben, hatte Hermann Paetz, Centerleiter Verkehr bei der Aseag, in der Septembersitzung des Mobilitätsausschusses betont. Die Geräte informierten aber offenbar nicht immer zuverlässig über Ankunftszeiten und Verspätungen: Zu anfällig, berichtete Paetz dem Ausschuss.

Die neue DFI-Generation biete ganz andere Möglichkeiten, schwärmt die Aseag: „Die aktuellen Standorte der betreffenden Busse werden über GPS geortet, Zeit und Standort an das rechnergesteuerte Betriebsleitsystem in der Leitstelle übermittelt. Von dort aus werden die aktuellen Abfahrtszeiten direkt auf die DFI übertragen.“ Die Wartenden an den Haltestellen können dann direkt sehen, wann ihr Bus kommt oder ob er dem Fahrplan womöglich ein paar Minuten hinterherfährt.

Hören, wann der Bus kommt

Und wer es nicht sehen kann, der bekommt es vorgelesen: „Die Anlagen verfügen auch über eine akustische Ausgabe der Anzeigen­inhalte“, erklärt Dietfried Büttner-Zedlitz, Leiter der Abteilung Leistungscontrolling und Informationstechnik bei der Aseag. Auf Knopfdruck ertönt die Stimme.

Ansonsten aber sollten die dynamischen Informationen gut sichtbar sein, meint Büttner-Zedlitz. Die Schrift werde in „LED-ambergelb“ ausgeführt. Das soll eine gute Erkennbarkeit auch bei Sehschwäche gewährleisten. Bei der Farbwahl habe man sich mit der Behindertenvertretung abgesprochen, erklärt der Aseag-Experte. Auch die Schriftgröße sei so gewählt worden, dass die Infos auf 20 Meter Entfernung zu lesen seien.

Drei verschiedene DFI-Modelle soll es künftig geben: Je nach Standort und abhängig vom Linienaufkommen sind die Informationstafeln vier-, acht- oder zwölfzeilig. Angebracht werden sie entweder als „Über-Kopf-Anzeige“ oder als Stele.

In der Testphase bittet die Aseag allerdings um ein wenig Nachsicht mit der neuen Technik. Beim Probebetrieb könnten die Daten noch abweichen, womöglich müssten die Anlagen wegen Arbeiten am System auch mal kurzfristig außer Betrieb genommen werden.

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