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Armer Poet brilliert als echte Rampensau

Von: Peter Langohr
Letzte Aktualisierung:
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Maßarbeit: Behutsam senken die Meisterfriseure Ulrike Schilder und Horst Kallscheuer das Haarteil auf jene Stelle des Kopfes von Bernd Büttgens ab, wo dafür noch Platz ist. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Nun ist es amtlich, ab sofort darf BB das Ehrentoupet tragen. Nein, natürlich nicht „die BB” sondern „der BB”, unser stellvertretender Chefredakteur Bernd Büttgens.

Ein Ehrentoupet ist ein künstliches Haarteil, mit dem verdiente Menschen männlichen Geschlechts ausgezeichnet werden, bei denen sich - Pardon, lieber Bernd Büttgens - das Knie bereits durchzusetzen beginnt, am Kopf.

Am Sonntag war es zum 25. Mal so weit. Die Lustigen Oecher Figaros mit ihrem singenden Oberfriseur Hans Montag setzten das edle Haarteil einem würdigen Vertreter aufs Haupt, der sich angesichts der perfekten Arbeit der Meisterfriseure Ulrike Schilder und Horst Kallscheuer ein ums andere Mal gedacht haben dürfte: Was könnte das Leben schön sein!

Das Perfide an der Ehrentoupetverleihung: Da viele Männer aus den verschiedensten Gründen zu Glatzenbildung neigen, geht den Lustigen Oecher Figaros der Nachwuchs niemals aus. Nachdem Erst-Toupet Heini Mercks, mittlerweile im dritten Büttenfrühling, mit seinem Vortrag begeistert hatte, rühmte Vorjahres-Toupet Hubert Herpers, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen, in seiner Laudatio die Vorzüge von Bernd Büttgens.

Er sei ein Mensch, den man seit Ewigkeiten zu kennen glaube, ein Mix aus armem Poeten und in die Jahre gekommenem Harry Potter, so Herpers, ein echter Schwiegermutter-Typ, der als Zeitungsmensch und als Bühnenprofi des Das-da-Theaters mit allen medialen Wassern gewaschen sei. Die ersten Worte des Geehrten, der offensichtlich um seinen Wiedererkennungswert fürchtete, galten seinem Jüngsten: „Keine Sorge, lieber Benny, es ist der Papa, der spielt nur.”

Den weiteren Auftritt des Bernd Büttgens, der sich, wie Toupet-Kollege Ralf Raspe konstatierte, als „echte Rampensau” präsentierte, kann man nur als meisterhafte Initiations-Show bezeichnen, in der er alle Register seines schauspielerischen und beträchtlichen sängerischen Könnens zog. Der tosende Applaus des voll besetzten Europa-Saals im Eurogress war der überzeugende Beweis dafür, das die Lustigen Oecher Figaros offensichtlich den Richtigen gefunden hatten.

Auch das weitere Programm der von Sitzungspräsident Erwin Dohmen souverän geleiteten „Großen Jubiläums Galasitzung” war jeden Cent des Eintrittsgeldes mehr als wert, vereinigte es doch in seltener Dichte die Größen des regionalen und des rheinischen Karnevals.

Oecher Penn, Jürgen Beckers, Josef, Jupp und Jüppchen und die 4 Amigos sind aus Oecher Sicht nicht zu toppen. Und mit der kölschen Girl-Group „Funky Marys”, der Tanzgruppe „De Höppemötzjer”, dem Parodisten Mr. Tomm, der Gesangsgruppe „De Boore”, den „2 Schlawiner” und „Blom und Blömcher” hätte man überall sonst in rheinischen Gefilden genauso Ehre eingelegt.

Ganz zum Schluss zog auch Prinz Thomas I. mit Hofstaat und Prinzengarde zur Abrundung des Gratulantenaufmarsches für Bernd Büttgens ein. Der hatte übrigens zwischenzeitlich aus den 4 Amigos bei der Interpretation von „Alaaf, der Oecher Schäng” deren fünf gemacht.
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