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Arkaden: Einige Läden ringen um ihre Existenz

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
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Die Besucherzahlen lassen zu wünschen übrig: Seit Eröffnung der Aachen-Arkaden vor knapp anderthalb Jahren klagen viele Mieter über schlechte Umsätze. Für einige ist die Lage bereits existenzbedrohend, auch Gerichte müssen sich inzwischen mit der Situation befassen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Knapp anderthalb Jahre nach der Eröffnung ringt Aachens bislang einzige Einkaufsmall weiterhin um jeden Kunden und jeden Mieter. Die Stimmung in den Aachen-Arkaden am Bahnhof Rothe Erde schwankt anhaltend zwischen Hoffen und Bangen.

Nun soll es eine neue Werbekampagne richten, die den Mietern in der kommenden Woche vorgestellt wird und für mehr Kundenzulauf sorgen soll.

Beschilderung unbefriedigend

Für einige Mieter, die mangels Nachfrage ums Überleben kämpfen, ist dies der letzte Rettungsanker, für andere kommt er bereits zu spät - sie mussten schon das Handtuch werfen. Selbst überregionale Filialisten machen Druck und äußern sich gegenüber den „Nachrichten” unzufrieden über Nachfrage und Umsätze in den Arkaden. Ein Kritikpunkt: Bewerbung und Ausschilderung des Hauses seien nicht zufriedenstellend.

Mithilfe einer örtlichen Werbeagentur wurde nach Angaben von Center-Managerin Angela de Jager nun ein neues Konzept erarbeitet, das drei Ziele verfolgt: Bekanntheitsgrad steigern, Kundenfrequenz erhöhen, Image optimieren.

Dies hat der 70-Millionen-Bau im Aachener Osten bitter nötig. Denn die Zahl der Besucher ist in aller Regel überschaubar, Schlangen an den Kassen gibt es nicht, viele Tische an den Cafs und Schnellrestaurants bleiben unbesetzt. Runtergefahrene Rolladen zeugen vom hohen Leerstand in den Arkaden.

Aktuelle Angaben will de Jager dazu nicht machen. Der Betreiber TCN gab den Leerstand stets mit rund 20 Prozent an, Mieter sprechen davon, dass höchstens 50 der 79 Objekte besetzt seien.

Vertragsstreitigkeiten

Inzwischen müssen sich auch Gerichte mit der Situation in den Arkaden befassen. Weil Mieter ihre Geschäfte nicht wirtschaftlich führen können, versuchen sie aus den Verträgen rauszukommen. Ihr Argument: Das Shopping-Center sei wegen schlechter Auslastung und aufgrund eines unausgewogenen Angebots nicht voll funktionsfähig. Der Betreiber dränge dennoch „mit aller Härte” darauf, die Läden weiterzubetreiben, auch Mieterlassangebote kämen häufig zu spät. Am Ende stehe die Insolvenz, heißt es in einer Aachener Kanzlei, die die Interessen mehrerer Mieter vertritt.

Zu solch schwebenden Rechtsverfahren will sich de Jager nicht äußern. Im Gegenzug verweist sie darauf, dass derzeit aussichtsreiche Verhandlungen mit neuen Interessenten laufen. So seien bereits 450 Quadratmeter Geschäftsfläche ab 1. Mai vergeben.
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