Aachen - Arbeiten im Paulinenwäldchen

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Arbeiten im Paulinenwäldchen

Von: Martina Stöhr
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Der Leiter des städtischen Forstamtes, Dr. Gerd Krämer, und sein Kollege, Revierförster Herbert Koch, möchten aus dem Paulinenwäldchen einen reinen Buchenwald machen. Dazu beginnen Ende Herbst mit dem Entfernen kranker Bäume die ersten Arbeiten. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Die schadhaften und kranken Bäume müssen weg“, sagt der Leiter des Aachener Forstamtes, Dr. Gerd Krämer, zu den Roteichen, Fichten und Lärchen, die nun nach und nach entfernt werden sollen. Denn aus dem Paulinenwäldchen soll einmal ein reiner Buchenwald werden.

Seit 15 Jahren sei das Waldstück nahe dem Blauen Stein nicht mehr durchforstet worden, berichtet der Stadtförster. Jetzt hat sich Revierförster Herbert Koch an die Arbeit gemacht und die Bäume markiert, die entfernt werden sollen. Die ersten Reaktionen beunruhigter Bürger ließen nicht lange auf sich warten.

Die Forstarbeiten sind aber laut Krämer unbedingt nötig, um die Naturnähe im Wald sicherzustellen und den gesunden Bäumen, die hier heimisch sind, bessere Lebensbedingungen zu bieten. Einige Bäume müssen zudem gefällt werden, weil sie die Verkehrssicherheit gefährden. Das ist am unteren Teil der Straße Zum Blauen Stein der Fall. Hier steht auch eine 120-jährige, kranke Buche, die eine Gefahr für die Straße darstellt. Auch sie muss weg. Auf dem Weißen Weg sind es eine Reihe von Roteichen, denen die Forstleute keine Chance mehr geben. „Die Wasserreiser am Stamm zeigen, dass es ihnen nicht gut geht“, meint Koch. Die Bäume bekämen zu wenig Licht, ihre Kronen seien eingeklemmt zwischen denen anderer Bäume.

Sorgfältig hat Koch die Bäume ausgewählt, die über kurz oder lang keine Überlebenschance haben. Werden sie entfernt, bekommen die anderen mehr Raum und Licht und können sich besser entfalten. Wie viele Bäume genau entfernt werden, darüber kann Koch noch keine Angaben machen. Es sollen in jedem Fall nur die sein, die problematisch sind. „Der Wald ist nichts Statisches“, meinen die Fachleute. Und verweisen darauf, dass jede Menge junger Bäume nachwachsen. Und das sollen in Zukunft vorzugsweise Buchen sein. Auch Biotopbäume werden weiterhin erhalten, soweit das möglich ist. Das sind Bäume, die zwar so gut wie abgestorben sind, aber einen Lebensraum für Vögel und Ungeziefer bieten. Sie werden nur dann entfernt, wenn sie eine Gefahr für die Verkehrssicherheit sind.

Weißer Weg als Zufahrt

Die Forstarbeiten sollen gegen Ende des Herbstes beginnen, wenn die Bäume ihre Blätter verloren haben. Als einzig mögliche Zufahrt wird der Weiße Weg genutzt. Dass der dabei möglicherweise Schaden nimmt, müssen die Forstleute in Kauf nehmen. Die Stadt habe sich verpflichtet, ihn anschließend wieder instand zu setzen, meint Krämer. Die Arbeiten werden etwa ein bis zwei Wochen dauern. Wo es nötig ist, wird der Weiße Weg dann vorübergehend gesperrt.

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