Arbeit für ein sensibles und wichtiges Thema

Von: Thorsten Vierbuchen
Letzte Aktualisierung:
8647281.jpg
Ziehen ein positives Fazit: (v.l.) Dr. Michael Simons, Markus Terodde, Kathrin Hoberg, Herta Bürschgens, Prof. Dr. Wolfgang Retz und Andrea Hauschild vom ADHS-Netzwerk Region Aachen. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wer den Begriff Netzwerk hört, der wird ihn wohl eher mit den sozialen Netzwerken in der virtuellen Welt in Verbindung bringen als mit der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Doch das ADHS-Netzwerk Region Aachen hat in den letzten zehn Jahren gezeigt, wie wichtig Netzwerke im Umgang mit Herausforderungen wie ADHS sind.

Die Kooperationspartner, die Städteregion Aachen mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung sowie dem Gesundheitsamt, die Stadt Aachen, die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der RWTH Aachen, das Sozialpädiatrische Zentrum, das Alexianer Krankenhaus und der Verein ADHS Deutschland, feierten dieses Jubiläum am gestrigen Mittwoch mit einem Symposium in den Kurpark Terrassen.

„Krankheitsbedingt ist der Ablauf der Veranstaltung heute etwas anders als geplant, aber anders ist ja auch der Alltag mit ADHS“, stimmt Dr. Michael Simons von der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters die zahlreich erschienen Gäste der Veranstaltung auf das sensible Thema ein. Auch für Markus Terodde, Dezernent für regionale Entwicklung, Bildung, Jugend und Kultur der Städteregion, sei der Alltag mit der Herausforderung ADHS wöchentliches Gesprächsthema, das eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ämtern erfordere.

Das ADHS-Netzwerk leiste mit Veranstaltungen wie Vorträgen, Projekten oder Diskussionsrunden wichtige Arbeit, die es ermögliche „sich dem Thema ADHS seriös zu widmen“, führt Terodde weiter aus.

Vor den Vorträgen „ADHS bei Erwachsenen – die sozialen Folgen sind erheblich“ von Prof. Dr. Wolfgang Retz und „Zuviel Stimulanzien für zu viele Kinder?“ von Prof. Dr. Beate Herpertz-Dahlmann zog Kathrin Hoberg vom Sozialpädiatrischen Zentrum Aachen eine positive Bilanz der ersten zehn Jahre. „Wir waren unserer Zeit voraus und damit eines der ersten Netzwerke“, erinnert sich Hoberg an den Beginn. „Heute treffen wir uns dreimal jährlich zu Informations- und Vortragsveranstaltungen und arbeiten in drei ständigen Arbeitsgruppen zu den Themen ADHS-Wegweiser, Vorschulalter und Schulalter“, blickt sie mit Hinweis auf das aktuelle Angebot in die Zukunft.

Die Rückmeldungen, die das Netzwerk erhalte, veranlassen Hoberg zu ihrem Fazit für die bisherige Arbeit des ADHS-Netzwerkes Region Aachen: „Weiter so“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert