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Anwohnerschutzkonzept für den Tivoli wird fortgesetzt

Von: Werner Czempas
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Das Anwohnerschutzkonzept für den Tivoli wird fortgesetzt. Das beschloss die entscheidende Bezirksvertretung Aachen-Mitte. Damit scheiterte die Verwaltung mit ihrem Versuch, das Konzept für ein halbes Jahr auszusetzen.

Erstmals hatte die Bezirksvertretung Aachen-Mitte im April 2009 beschlossen, die schwierige verkehrliche Situation in der Soers bei Heimspielen der Alemannia-Profis mit einem Anwohnerschutzkonzept (Sperrungen und Schleusen) zu ordnen. Im Mai 2010 entschied sich die Bezirksvertretung für eine „dauerhafte Fortsetzung” des Schutzkonzepts.

Nach einjähriger Erfahrung plädierte die Verwaltung jetzt in der Bezirksvertretung für eine „generelle Einstellung” des Konzepts. Es bestehe „keine zwingende Vorgabe” zu seiner Umsetzung. Zumindest aber solle ab der kommenden Bundesligasaison für ein halbes Jahr darauf verzichtet werden.

Zahlreiche Gründe führte die Verwaltung an. Die reichten von der „Bindung finanzieller wie personeller Mittel” über die „häufigen Beschimpfungen und Schmähungen” der an den Schleusen und Sperren eingesetzten Kräfte bis hin zu Beschwerden bei der Gewährung der Besucherausweise. Bemerkenswert sei, dass die Beschimpfungen „überwiegend aus dem Kreis der Anwohner beziehungsweise der Zufahrtsberechtigten” kämen, weil sie sich an den Schleusen durch die Kontrollen belästigt fühlten.

Auch hätten im vergangenen Winter an mehreren Spieltagen die für die Sperren notwendigen Poller nicht eingesetzt werden können, „weil die Bodenhülsen eingefroren waren”. Für „beheizbare Pilomaten” fehle aber das Geld ebenso wie für die erforderliche „klappbare Verkehrsbeschilderung”.

Enttäuscht von der Vorlage

Die Bezirksvertreter Mitte sahen das alles ganz anders. „Enttäuscht von der Verwaltungsvorlage” zeigte sich Heiner März (SPD): „Wenn Beschimpfungen und Schmähungen und Drangsalierung der Verkehrskadetten durch Autofahrer vorkommen, müssen dort auch einmal robustere Ordnungskräfte eingesetzt werden - etwa der Ordnungsdienst der Stadt oder die Polizei.” Werde das Schutzkonzept sechs Monate ausgesetzt, fürchtet März, werde es „nie mehr” eingesetzt. CDU- wie SPD-Sprecher versicherten zudem, bei privat betriebenen Umfragen hätte sich eine überwiegende Mehrheit der Anwohner für das Schutzkonzept ausgesprochen.

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte folgte deshalb einer Empfehlung des Mobilitätsausschusses und beschloss - entgegen der Verwaltungsvorlage - als in der Sache zuständiges und entscheidendes Gremium einstimmig, das Anwohnerschutzkonzept fortzusetzen.
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