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Anmeldungen: Grundschulen nicht in Gefahr

Von: Margot Gasper
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Aachen. Wie es aussieht, ist im Schuljahr 2015/16 keine der Aachener Grundschulen in ihrem Bestand gefährdet. Das erklärte Schulamtsdirektorin Renate Katz am Donnerstagabend im Schulausschuss.

Die Verwaltung legte den Schulpolitikern die – vorläufigen – Anmeldezahlen für die Grundschulen vor. In ihre Bestandsgarantie bezog Katz ausdrücklich die Schule Barbarastraße in Rothe Erde ein. Der katholische Teilstandort der Grundschule Brühlstraße in Eilendorf verzeichnet bisher zwar nur neun Anmeldungen, allerdings werden erstes und zweites Schuljahr jahrgangsübergreifend unterrichtet. „Im zweiten Schuljahr haben wir im nächsten Jahr wahrscheinlich 18 Kinder“, sagte Katz, auch mit neun Erstklässlern könne also eine Klasse gebildet werden.

Aus den Reihen der Politik wurde die Hoffnung geäußert, dass an der Barbarastraße noch einige Anmeldungen hinzukommen. „Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir auch so wenige Anmeldungen“, erinnerte Bernd Krott (SPD), „und am Ende waren es 20.“

Ohnehin sind alle Zahlen noch vorläufig, denn erstens sind rund 90 Kinder noch überhaupt nicht angemeldet. Zweitens können Aufnahmebescheide erst verschickt werden, wenn klar ist, wie viele Kinder mit einem besonderen Förderbedarf eine allgemeine Grundschule besuchen werden.

Für Kinder mit Unterstützungsbedarf in bestimmten Bereichen sollen in Aachen Schwerpunkt-Grundschulen eingerichtet werden. Im Gespräch sind die GGS Am Höfling und die Montessorischulen Eilendorf und Reumontstraße für den Bereich geistige Entwicklung, die GGS Am Höfling und die Montessorischule Eilendorf für körperliche und motorische Entwicklung. Diese Schulen haben Erfahrung mit dem Gemeinsamen Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung und können auch entsprechend hergerichtet werden. Bevor die Schulpolitiker entscheiden, müssen aber noch weitere Aspekte geprüft werden.

Für die Bereiche Hören und Sehen hält die Verwaltung spezielle Schwerpunktschulen derzeit eigentlich nicht für nötig. Die Zahl der Schüler mit diesem Förderbedarf ist übersichtlich, derzeit besuchen insgesamt zehn Kinder allgemeinen Schulen.

Kraftakt für die Inklusion

Im Haushalt 2015 sollen nach dem Willen der Schulpolitiker 200.000 Euro für Inklusionsmaßnahmen an Schulen bereitgestellt werden. Vom Land NRW kann Aachen zudem in Sachen Inklusion mit einer Pauschale in Höhe von rund 407.000 Euro rechnen. Ulla Griepentrog (Grüne) plädierte dafür, dieses Geld im Etat zweckgebunden für die schulische Inklusion einzuplanen. Das allerdings lehnten CDU, SPD und AfD ab. Ohnehin könnten von den 407.000 Euro Landesmittel nur noch 129.000 Euro verplant werden, verlautete aus der Verwaltung. Der Rest fließe in die Haushaltsdeckung und stehe nicht mehr zur Verfügung.

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