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Andrang beim Historischen Jahrmarkt wieder einmal riesig

Von: Joel Teichmann
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Gaukler, Künstler und nostalgische Fahrgeschäfte prägen auch diesmal die Atmosphäre beim Historischen Jahrmarkt. Foto: Ralf Roeger
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Gaukler, Künstler und nostalgische Fahrgeschäfte prägen auch diesmal die Atmosphäre beim Historischen Jahrmarkt. Foto: Ralf Roeger
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Hier kann man stöbern und staunen: Viele Händler kommen regelmäßig zum Historischen Jahrmarkt nach Kornelimünster. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Hier vielleicht? Nein, wieder eine Einfahrt.“ Der Autofahrer fährt langsam weiter. Die Suche nach einem freien Parkplatz entwickelte sich in Kornelimünster in den vergangenen fünf Tagen zum regelrechten Massenphänomen.

„Jedes Zipfelchen ist zugeparkt“, meinte Bezirksbürgermeister Jakob von Thenen. Von Mittwoch bis Sonntag hatte das kleine Städtchen nämlich wieder einen besonderen Publikumsmagneten: den Historischen Jahrmarkt. Der Zuspruch war wieder hervorragend, einzig und allein der Donnerstag war wetterbedingt etwas schwächer als gewöhnlich, bilanzierte von Thenen. Ansonsten spielte die Sonne der Veranstaltung aber gut in die Karten.

„Es ist das Fest überhaupt in Deutschland“, sagte Zauberer und Illusionist Filu, der die Besucher mit visueller Comedy unterhielt. Gemeinsam mit anderen Zauberern und Künstlern war er Teil einer trickreichen Show und der Grund für viele staunende Gesichter auf dem Jahrmarkt. Noch vieles mehr begeisterte zigtausende Besucher. Der zehnjährige Max und sein neunjähriger Freund Joris zum Beispiel waren Fans von dem neuen – und dennoch historischen – Autoscooter mit Fahrzeugen aus den 1950er Jahren. „Man fühlt sich, als ob man ein richtiges Auto fährt“, erklärten die beiden. Doch auch das Riesenrad, der Kettenflieger oder die vielen Kirmesbuden waren mal wieder Selbstläufer.

Kritik: zu teuer

Zwischen den vielen positiven Stimmen waren jedoch auch einige kritische Worte zu hören. Die Preise seien für junge Menschen extrem hoch, hieß es vermehrt. „Ich muss mich entscheiden, ob ich mir etwas zu essen oder zu trinken kaufe“, erzählte Schüler Manuel. Beides gebe sein Geldbeutel einfach nicht her.

Traditionell findet man beim Jahrmarkt im Ortskern von Kornelimünster die ungewöhnlichsten Stände. An einem wurde beispielsweise ein Schmuck-Eiffelturm aus Hufnägeln hergestellt, an einem anderen konnten sich Feinschmecker anschauen, wie Bonbons produziert werden. Natürlich gab es diese dann auch zum Verkauf. Doch der Jahrmarkt ist eben auch historisch. Deshalb gehörten auch zahlreiche Antiquitäten wieder in die Sortimente der Händler – wenn auch diesmal nicht ganz so erfolgreich. „Die letzten drei Jahre liefen besser“, sagte Verkäufer Martin Uebbing. Rein wirtschaftlich lohne sich der Zeitaufwand ohnehin nicht wirklich, stattdessen komme er vor allem wegen des schönen Ambientes immer wieder her, so Uebbing.

„Chaos im Ort“

Auch wenn niemand den Historischen Jahrmarkt missen will, ist er dennoch immer ein Stressfaktor für die Kornelimünsteraner. „Das Chaos im Ort ist schon nervig“, befanden Rüdiger und Martina Volkhardt. So seien die Wohngebiete ständig zugeparkt, während die offiziellen Parkplätze größtenteils leerstünden. „Man kann gar nicht einkaufen, weil der Platz dann sofort weg ist“, beklagte das Ehepaar.

Aus polizeilicher Sicht verlief der diesjährige Jahrmarkt im Übrigen ruhig und ohne große Probleme. Lediglich Knöllchen für die Falschparker gab es reichlich. Ab Sonntagabend dann konnten die Anwohner endlich wieder ihre gewohnten Parkplätze in Anspruch nehmen.

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