Aachen - AN-Forum: Die Energiewende in Aachen

AN-Forum: Die Energiewende in Aachen

Von: Achim Kaiser
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Die Windkraft soll einen wesen
Die Windkraft soll einen wesentlichen Beitrag leisten, um den schnellen Atomausstieg zu ermöglichen. Doch an den jeweiligen Standorten sind die Räder umstritten. Auch dies wird ein Thema beim AN-Forum zur Energiewende in Aachen sein. Foto: Harald Krömer

Aachen. Seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima scheint es so, als würden sich Parteien und Politiker mit Ausstiegsszenarien aus der Kernenergie übertreffen wollen. Das Ende der Atomkraft kann nicht ohne Folgen für die Stadt bleiben.

Grünen-Fraktionssprecher Michael Rau formuliert: „Die Energiewende wird und muss kommen. Für uns bedeutet das aber auch die Verpflichtung zu einer kommunalen Energiewende.” Und die müsse in Aachen, so Rau weiter, „noch konsquenter, schneller und effektiver umgesetzt werden.”

Wie diese Energiewende konkret aussieht, was bisher von der Politik initiiert worden ist und welche konkreten Pläne anstehen, sind einige der grundlegenden Fragen, die bei dem Forum der „Aachener Nachrichten” am Mittwoch, 15. Juni, ab 19 Uhr gestellt werden.

Auf dem Podium sitzen Vertreter der fünf Ratsfraktionen, im einzelnen Sabine Göddenhenrich von den Grünen, Vorsitzende des Umweltausschusses, CDU-Fraktionschef Harald Baal, SPD-Fraktionsvorsitzender Heiner Höfken, der FDP-Umweltfachmann Maximilian Slawinski sowie ein Sprecher der Linken. Von der RWTH kommt Professor Albert Moser vom Institut für elektrische Anlagen und Energiewirtschaft. Angefragt ist zudem ein Vertreter der Bürgerinitiative „Windparkprotest”, die sich gegen die Windparkpläne im Bereich Vetschau und Bocholtz (NL) stark macht.

Gerade der Diskussionspunkt „Windkraft vor Ort” dürfte für einigen Wirbel sorgen. Denn eine breite politische Mehrheit im Rat will in diesem Jahr den Weg für die Realisierung von 14 weiteren Windrädern auf Aachener Stadtgebiet frei machen. Dadurch könne gemeinsam mit den bestehenden Windkraftanlagen der Jahresstrom von 40.000 Haushalten, das sind rund 23 Prozent aller Haushalte in der Stadt, mit Strom aus Aachen gedeckt werden. An den möglichen Standorten formieren sich jedoch schon jetzt die Gegner.

Natürlich soll auch hinterfragt werden, wieviel die Stadt in ihren eigenen Gebäuden durch Sanierung, Dämmung und den effizienten Einsatz von Energie in den letzten Jahren sparen konnte. Beleuchtet werden soll auch die Rolle der Stawag, welchen Beitrag sie beispielsweise vor Ort leistet, um Strom aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Aussage von Professor Moser. Er sagt, „dass die Stadt durchaus das Potenzial hat, 40 Prozent der Energieversorgung aus erneuerbaren Energien zu beziehen - das wären 10 Prozent mehr als auf Bundesebene angestrebt werden”.

Für genug Gesprächsstoff ist am 15. Juni gesorgt. Dabei wird das Publikum Gelegenheit haben, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren. Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen erforderlich.

Das AN-Forum zum Thema Energiewende in Aachen findet am Mittwoch, 15. Juni, im Kasino des Zeitungsverlages Aachen, Dresdener Straße 3, statt. Beginn ist um 19 Uhr.

Auf dem Podium sitzen Vertreter der Ratsfraktionen von CDU, Grünen, SPD, FDP und Linken. Professor Albert Moser vom Institut für elektrische Anlagen und Energiewirtschaft an der RWTH Aachen wird aus Sicht des Experten Stellung beziehen. Angefragt ist zudem ein Sprecher der Bürgerinitiative „Windparkprotest”.

Die Veranstaltung wird moderiert von den AN-Redakteuren Achim Kaiser und Gerald Eimer.

Das Forum ist öffentlich. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Anmeldung per Mail an an-lokales-aachen@zeitungsverlag-aachen.de oder per Fax an 0241/5101-440) oder an AN-Lokalredaktion, Postfach 500110, 52085 Aachen (Stichwort AN-Forum Energiewende).

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