An der Vaalser Straße entsteht eine neue Kirche

Von: Georg Dünnwald
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Eigentlich noch ziemlich jung;
Eigentlich noch ziemlich jung;: Die „Arche” an der Schurzelter Straße.Die Kirche wird verkauft.

Aachen. Die beiden Gotteshäuser machen einen gepflegten und modernen Eindruck. Aber dennoch sollen das „Dietrich-Bonhoeffer-Haus” aus dem Kronenberg und die noch ziemlich junge „Arche” an der Schurzelter von der evangelischen Kirchengemeinde verkauft werden.

Ein Neubau an der Vaalser Straße ist fällig, die beiden Pfarrbezirke werden sich dort unter einem neuen Namen zusammenschließen. Die ersten Gedanken über eine Zusammenarbeit machten sich die Verantwortlichen der beiden Pfarrbezirke bereits vor sieben Jahren. Nun haben die beiden Sprengel Nägel mit Köpfen gemacht. Sie haben gemeinsam an der Vaalser Straße, gleich neben dem Westfriedhof, auf der linken Seite stadtauswärts ein Grundstück gekauft und werden dort eine Kirche, ein Gemeindehaus und die dazu gehörenden Pfarr- und Küsterwohnungen errichten lassen.

Pastor Mario Meyer, seit zwei Jahrzehnten leitet er das Dietrich-Bonhoeffer-Haus: „Seit 2005 arbeiten wir konsequent an der Weiterentwicklung und Umsetzung des Prozesses ?Zukunft im Dialog. Dazu gehört es, dass sich die beiden Aachener Gemeinden im Westen zusammenschließen.”

Dass die Aufgabe der beiden Kirchenhäuser, die mit den dazugehörenden Grundstücken verkauft werden sollen, eine Konsequenz ist, verschweigt der Geistliche nicht. Aber er gibt zu, dass durchaus bei verschiedenen Gemeindemitgliedern auch traurige Gesichter zu sehen waren, als der Diskussionsprozess begann. „Aber wir müssen uns für die Zukunftsaufgaben fit machen”, begründet Meyer den Neubeginn an der Vaalser Straße. „In allen Bereichen der Gemeindearbeit müssen wir den Anforderungen an eine zukunftsorientierte Kirche gerecht werden.” Und die Trauer über die Aufgabe alter Strukturen werde von den Mitgliedern der Sprengel sicherlich in positive Bahnen gelenkt werden können.„Wir müssen Kräfte bündeln und dadurch neue Kapazitäten ausschöpfen”, begründet der evangelische Pastor. Er schließt aus, dass wegen der Zusammenlegung der beiden Pfarrbezirke Entlassungen anstehen. „Wir brauchen unser Personal.” Allenfalls würden durch in den Ruhestand gehende Mitarbeiter frei gewordene Stellen nicht mehr besetzt.

Bereits im April hat die evangelische Kirche in Aachen einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, der zurzeit im Gange ist. Nationale und internationale Architekturbüros beteiligen sich, zurzeit sind es 14. Das Preisgericht wird am Freitag, 29. Juni, entscheiden, welcher Entwurf an der Vaalser Straße entstehen wird. Das Ergebnis soll dann am Montag, 1. Juli in der Dreifaltigkeitskirche, Zollern­straße, vorgestellt werden.

„Ich gehe davon aus, dass wir Anfang 2014 mit dem Bau beginnen können”, hofft der Pastor, der nach dem Zusammenschluss gemeinsam mit Pfarrerin Heike Hirt (Arche) die neue Gemeinde leiten wird. „Diese Gemeinde wird auch einen neuen Namen bekommen.” Somit müsse jeder der rund 4800 Gläubigen aus den zwei Pfarren etwas „abgeben und den Neuanfang wagen”. „Aber, die neue Kirche und das Gemeindezentrum stehen fast auf der Grenze der beiden Bezirke”, sagt Meyer. Das Pfarr- und Gemeindezentrum sei dann auch wesentlich besser zusehen, rage gar architektonisch hervor. „Zurzeit liegt das Dietrich-Bonhoeffer-Haus doch auf dem Kronenberg total versteckt und auch die Arche ist nicht eben gut zu finden”, meint Pastor Meyer.

Am Dietrich-Bonhoeffer-Haus auf dem Kronenberg seien zudem über kurz oder lang Sanierungsmaßnahmen fällig. Auch sei die Unterhaltung eines neuen Gebäudes saicher finanziell günstiger aus zwei Kirchengebäude zu finanzieren. Das 6000-Quadratmeter große Grundstück und den Neubau (3500 Quadratmeter umbaute Fläche) wollen die beiden Pfarrbezirke aus dem Erlös des Verkaufs der beiden „alten” Kirchen finanzieren. „Da sind wir ganz zuversichtlich, dass wir auf diese Weise das Geld zusammenbekommen”, sagt Meyer. Dennoch will er über konkrete Zahlen nicht reden.

Wenn alles klappt, will die neue Gemeinde, die noch einen Namen sucht, ihr neues Haus 2015 beziehen.
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