Kornelimünster - „An der Höhe”: Wer seinen Müll loswerden will, der schiebt

„An der Höhe”: Wer seinen Müll loswerden will, der schiebt

Von: Benjamin Jansen
Letzte Aktualisierung:

Kornelimünster. Beigelegt ist er noch nicht, der Streit um die Abholung der Mülltonnen in der Straße „An der Höhe”. Seit dem 1. Oktober müssen die dort ansässigen Bewohner ihre „Restabfallbehälter” wöchentlich zu einem allgemeinen Abholplatz schieben, da es in der Sackgasse keine Wendemöglichkeit für die Abfallsammelfahrzeuge gibt.

Da das Rückwärtsfahren der Dienstfahrzeuge im Rahmen der Abfallwirtschaftssatzung verboten wurde, nachdem es 2006 in Aachen zu einem tödlichen Unfall beim Zurücksetzen eines Fahrzeugs gekommen war, hieß es in den vergangenen Monaten für die Anwohner „An der Höhe”: Wer seinen Müll loswerden will, der schiebt.

Guten Kompromiss finden

Die Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim hat nun Bewegung in den Prozess gebracht, da sie der Stadt eine Empfehlung ausgesprochen hat, wie man einen „guten Kompromiss für beide Seiten” finden könnte. Davon betroffen ist der Paragraph 14, Absatz 2, der folgendermaßen geändert werden müsste: „Ist es dem Stadtbetrieb aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht möglich, ein Grundstück in Stichstraßen anzufahren, so werden die Restabfallbehälter auf Antrag des Grundstückseigentümers vom Personal der Abfuhr an der Grundstücksgrenze abgeholt (eingeschränkter Vollservice) und nach der Entleerung wieder an ihren Standplatz zurückgebracht.”

Was für die Anwohner „An der Höhe” bedeutet: Sie schieben ihre Tonnen bis zur Grundstücksgrenze und holen sie dort geleert wieder ab - vorausgesetzt sie stellen einen Antrag. Die Kosten für den eingeschränkten Vollservice, der bisher nicht in der Abfallwirtschaftssatzung verankert ist, müssen wohl die Grundstückseigentümer tragen. Eine konkrete Entscheidung in der Kostenfrage steht allerdings noch aus.

Aber selbst wenn die Anwohner, von denen ein Großteil über 60 Jahre alt ist, sich dazu entschließen sollte, den eingeschränkten Vollservice zu nutzen, muss dieser erst von der Stadt abgesegnet werden - der frühstmögliche Termin für das Inkrafttreten des „Kompromisses” wäre dann der 1. Januar 2012. Bis dahin heißt es deshalb auch weiterhin: Wer seinen Müll loswerden will, der schiebt.
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