Am Sonnenlehen: Wiederholt kein Strom und kein Wasser

Von: Martina Feldhaus
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Reparaturarbeiten Am Sonnenlehen in Richterich: Die Stawag hofft, das Problem mit der Stromversorgung in der kleinen Stichstraße damit ein für allemal zu beheben. Foto: Harald Krömer

Aachen. Dietmar Stoll ist ziemlich sauer. Wieder einmal hat er kein fließendes Wasser im Haus – das zum zweiten Mal innerhalb einer Woche. Und wieder einmal muss er, zumindest zeitweise, ohne Strom auskommen. Stoll wohnt Am Sonnenlehen, einer kleinen Stichstraße nahe dem Schloss Schönau in Richterich. Und er und seine Nachbarn im direkten Umfeld schlagen sich schon seit rund eineinhalb Jahren in unregelmäßigen Abständen mit Stromausfällen herum.

Der Grund: Das Kabel, das die Häuser von Stoll und den anderen versorgt, gibt immer wieder den Geist auf. Höhepunkt der Ärgernis-Serie war an Silvester. „Da dauerte der Ausfall rund neun Stunden. Wir hatten den ganzen Tag kein Licht, konnten nicht kochen. Mittlerweile haben wir schon ein halbes Dutzend Taschenlampen und zig Kerzen parat gelegt – für das nächste Mal“, sagt Stoll. Denn dass es soweit kommt, da ist er sich ziemlich sicher.

Auch oder gerade weil am Sonnenlehen derzeit gearbeitet wird. Eine von der Stawag beauftragte Baufirma repariert ein Teilstück des Versorgungskabels. „Und dabei ist jetzt schon zum zweiten Mal ein Wasserrohr beschädigt worden, samt Überschwemmung vor dem Haus und Wasserstillstand im Haus“, beschwert sich Stoll. Das letzte Mal war das am Mittwoch. Gestern waren Strom und Wasser zwar wieder da, Stolls Groll aber nicht weg. „Ich komme derzeit nicht aus meiner Garage raus. Morgen habe ich einen Termin, dann klappt‘s hoffentlich.“

Stawag-Sprecherin Eva Wußing kann den Ärger von Stoll und den anderen Anwohnern verstehen. „Da ist wirklich sehr unglücklich, dass dort so oft hintereinander etwas schief ging“, räumt sie ein. „Leider kann das passieren. Grundsätzlich wollen wir natürlich Strom und Gas liefern. Aber wir können nicht zu jeder Zeit eine hundertprozentige Versorgung garantieren.“

Einzelfälle wie der in Richterich täten der Stawag leid. Nun versuche man aber, dieses Problem ein für allemal zu lösen. Noch bis mindestens Ende nächster Woche wird deshalb in der schmalen Stichstraße gebuddelt und geflickt.

Über die Maßnahme habe man in einem Brief an die Haushalte informiert. Wer jedoch noch Fragen habe, könne sich gerne bei der Baustellenhotline der Stawag (Telefon 0241/181-1444) melden. Nach den Arbeiten – so die Hoffnung – funktioniert die Stromversorgung wieder, und zwar dauerhaft.

Dietmar Stoll ist da mehr als skeptisch. Er glaubt, dass die Schäden schon bald an einem anderen Teilstück des Kabels wieder auftreten. Und noch etwas treibt ihn um. Bei einem der letzten größeren Stromausfälle im Sommer 2012 sei ein teurer Fernseher kaputtgegangen. Auch bei Nachbarn seien technische Geräte seither nicht mehr funktionstüchtig. „Ob ich dafür Geld wiedersehe, das weiß ich nicht.“ Derweil sieht er die ganze Sache mit Galgenhumor: „Wir haben gelernt zu leiden.“ Seine Skepsis bleibt.

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