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Am neuen Campus wird Inklusion gelebt

Von: Martina Feldhaus
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Freuen sich über den ersten betriebsintegrierten Arbeitsplatz am Campus Melaten, der in den nächsten Jahren deutlich erweitert wird: (v.l.) Professor Volker Stich (FIR), Lebenshilfe-Schirmherrin Ulla Schmidt, Ralf Vinzenz Bigge vom EICe, Anja Remer (Lebenshilfe),Thomas Fonck (LVR), Anna Gasch (Lebenshilfe), Norbert Zimmermann, Geschäftsführer der Lebenshilfe-Werkstätten, und Adam Ruczynski, der jetzt die Gäste von EICe und FIR mit Getränken und Speisen bewirtet. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Mit seinem neuen Arbeitsplatz ist Adam Ruczynski mehr als zufrieden. Das sieht man. Er strahlt. Ruczynski hat den Sprung geschafft, den sich viele Menschen mit Behinderung wünschen.

Er arbeitet seit einigen Monaten in einem ganz normalen Unternehmen – beim Enterprise-Integration-Center Aachen GmbH (EICe). Das EICe ist das Herzstück des Clusters Logistik, das erste am entstehenden Campus Melaten, zu dem etwa das Forschungsinstitut FIR für Betriebsorganisation gehört. In dem neuen Gebäude stellt das EICe die Labore, Arbeits- und Konferenzräume bereit, sorgt für die Infrastruktur und die Betreuung der Besucher aus Wirtschaft und Forschung.+

Und genau da ist Adam Ruczynski gefragt. Der 28-Jährige ist als Vollzeitkraft im Service tätig, versorgt die Mitarbeiter und Gäste mit Speisen und Getränken. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass mir diese Chance gegeben wurde“, erklärte er jetzt bei einem Pressetermin im EICe/FIR. Ruczynski kam über ein Praktikum an diese Stelle, vorher arbeitete er elf Jahre lang in den Werkstätten der Lebenshilfe. Angestellt ist er dort immer noch, sein Arbeitsplatz aber liegt am Campus.

„Das ist gelebte Inklusion“, erklärt Norbert Zimmermann, Geschäftsführer der Lebenshilfe-Werkstätten. „Oft finden Menschen aus unseren Werkstätten nur im sozialen Bereich Beschäftigungsmöglichkeiten. Umso glücklicher sind wir, dass das nun an einem Hochschulinstitut gelungen ist.“ Adam Ruczynski sei ein voll integrierter Mitarbeiter.

Das bestätigen auch Professor Volker Stich, FIR-Geschäftsführer an der RWTH Aachen und Leiter des Clusters Logistik, und Ralf Vinzenz Bigge, Geschäftsführer von EIC. Stich: „Mit der Lebenshilfe arbeiten wir schon länger zusammen. Das Catering für unsere Veranstaltung kommt vom Café Life im Lebenshilfe-Haus. Das gab den Anstoß, einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz bei uns einzurichten.“ Und Bigge ergänzt: „Wir sind froh, Herrn Ruczynski zu haben. Er ist ein sehr beliebter Mitarbeiter.“

Durch ihn würden die Besucher mit dem Thema Inklusion konfrontiert, und das käme gut an. Stich und Bigge fänden es gut, wenn das Modell auch bei anderen Clustern Schule machen würde. Ein erster Grundstein ist nun gelegt. Adam Ruczynski ist in den ersten Wochen seiner neuen Tätigkeit durch die Lebenshilfe-Qualifizierungstrainerin Anja Remer begleitet worden. Nun ist er integriert – und freut sich auf eine abwechslungsreiche Arbeit.

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