Aachen - Am Nachmittag gibt´s Samba, Theater oder Sport

Am Nachmittag gibt´s Samba, Theater oder Sport

Von: mg
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Zum Entspannen eine Runde Seilchenspringen auf dem Schulhof: An der Sandkaulstraße sammeln die angehenden Lehrer Philipp Lüttgens (links) und Eugen Funk bereits Praxiserfahrung. An der David-Hansemann-Realschule gestalten sie die Hausaufgabenbetreuung. Foto: Harald Krömer

Aachen. Am Mittag ist der Schultag noch lange nicht zu Ende: Mit Beginn des neuen Schuljahrs hat die David-Hansemann-Realschule an der Sandkaulstraße ihr Nachmittagsangebot massiv ausgebaut. Neben Hausaufgabenbetreuung und speziellen Förderangeboten gibt es eine Vielzahl an Arbeitsgemeinschaften, etwa Samba, Theater oder sportliche Angebote.

„Der Ganztag ist auch an den Realschulen ein großes Thema”, sagt Schulleiter Hanno Bennemann. Ihn ärgert es ein wenig, dass beim Stichwort Nachmittagsunterricht meist nur von den Gymnasien die Rede ist. „Unsere Stundentafel umfasst mittlerweile auch 32 Wochenstunden”, rechnet Bennemann vor. „Da hat jede Klasse mindestens einmal pro Woche Unterricht am Nachmittag.”

Das Nachmittagsprogramm der David-Hansemann-Realschule ist aber nicht nur eine Folge des Stundenplans. „Nachmittags können die Kinder bei uns gemeinschaftlich in Gruppen spielen und lernen”, erklärt der Schulleiter. Selbstverständlich sei solches „soziales Lernen” nämlich längst nicht mehr.

„Viele Kinder vereinsamen vor Fernsehern, Computern und Spielkonsolen.” Der gestaltete Nachmittag in der Schule bietet aus Bennemanns Sicht dagegen „eine echte Chance zu umfassender Bildung”.

Das Land fördert die Einrichtung solcher Nachmittagsangebote im Rahmen ihrer Ganztagsoffensive. Allerdings kritisiert Schulleiter Bennemann, dass das Programm mit heißer Nadel gestrickt sei und dass Schulen und Schulträger mit vielen Fragen und Problemen alleingelassen würden.

Geld vom Land für Infrastruktur und für pädagogisches Personal

Das Land NRW fördert im Rahmen seiner Ganztagsoffensive die Schaffung von Infrastruktur für Übermittagbetreuung an weiterführenden Schulen. 15 Schulen in Aachen haben Gelder beantragt. In Aussicht gestellt war eine Maximal-Förderung von 100.000 Euro pro Schule.

Wegen der Vielzahl an Anträgen hat die Bezirksregierung aber bereits auf die Bremse getreten. Laut Presseamt können lediglich die beiden Gymnasien, die in den gebundenen Ganztag starten (Geschwister-Scholl-Gymnasium zum 1. August 2009 und St. Leonhard zum 1. August 2010) mit den vollen 100.000 Euro rechnen.

„Die übrigen 13 Schulen werden 65 Prozent der Höchstfördersumme erhalten”, so Björn Gürtler vom Presseamt, das wären für 13 Schulen insgesamt bis zu 845.000 Euro.

Für die pädagogische Übermittagbetreuung hat das Land das Programm „Geld oder Stelle” aufgelegt. Die Fördersumme richtet sich nach der Schülerzahl, maximal kann eine Schule 30.000 pro Schuljahr erhalten. 15 Aachener Schulen bekommen Gelder aus diesem Topf. Für das laufende Halbjahr fließen 175.000 Euro nach Aachen.
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