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Am Fuße des Lousbergs herrscht hoher Parkdruck

Von: Heiner Hautermans
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Die Parkplätze auf dieser Neb
Die Parkplätze auf dieser Nebenstraße der Roermonder Straße sind bisher der Parkzone „K” (Kühlwetterstraße) zugeschlagen. Geprüft wird, ob sie auch von der Zone „N” genutzt werden Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Am Fuße des Lousbergs parken viele Aachen-Besucher, die die Gebühren in der Innenstadt scheuen und ihren fahrbaren Untersatz für ein paar Stunden kostenlos abstellen wollen.

Weil sie somit den Anwohnern des Gebiets zwischen?Ludwigsallee, Rütscher Straße, Nizzaallee und Kupferstraße viele Abstellmöglichkeiten wegnehmen, soll auch in diesem Bereich eine Bewohnerparkzone eingeführt werden: „N” (Nizzaallee). Der Mobilitätsausschuss beschloss außerdem, die Planungen in einer Bürgerinformation nach den Osterferien vorzustellen.

Im Vorfeld hatte ein externes Ingenieurbüro Daten erhoben, die ein eindeutiges Ergebnis brachten. In dem Wohngebiet, in dem vereinzelt auch Gewerbe betrieben wird, leben 3498 Menschen, auf die 1231 Fahrzeuge zugelassen sind. An den Straßenrändern gibt es 920 Pkw-Parkplätze, dazu gesellen sich noch 761 auf privatem Grund und Boden, wie Begehungen ergeben haben - also mehr Parkplätze als Pkw und somit ausreichend Raum. Bei drei Rundgängen um 6, 11 und 23 Uhr ergab sich eine fast hundertprozentige Auslastung der Parkplätze.

Auf manchen Straßen standen um 11 Uhr mehr als 70 Prozent Autos von Nicht-Bewohnern, der größte Teil davon mit auswärtigen Kennzeichen. Besonders hoch ist die Zahl der Fremdparker zwischen den Bäumen im oberen Bereich der Kupferstraße. CDU-Ratsfrau Gaby Breuer: „Der Parkdruck ist da. Das Bewohnerparken wird die Spreu vom Weizen trennen.” Ausschussvorsitzender Roland Jahn (Grüne) brachte die Sache auf den Punkt: „Die Fremdparker müssen künftig ein Ticket ziehen.” Achim Ferrari (Grüne) ergänzte, dass private Abstellplätze oft nicht genutzt würden, weil sie offensichtlich schwer zu erreichen seien.

Kostenlos Bus testen

Ebenfalls einstimmig beschloss das Gremium, den Bewohnerparkbereich „T” um das Wohngebiet Gut Lehmkülchen zu erweitern, inklusive der Häuser 91-121 bzw. bis 108c an der Passstraße. Bewohner hatten geklagt, dass die Stellplätze tagsüber sehr häufig von Mitarbeitern der Firmen an der Passstraße oder den Besuchern der Therme blockiert würden, die oft auch mit hoher Geschwindigkeit in die Spiel- oder verkehrsberuhigten Straßen ein- und ausfahren.

Parkscheinautomaten wurden bereits vor einigen Tagen in der neuen Bewohnerparkzone „T” in Betrieb genommen. Seitdem können die Anwohner in der Thomashofstraße, Jülicher Straße 1-109, Passstraße (bis Grüner Weg), Lombardenstraße, Robensstraße, Thomashofstraße, Karlsburgweg und Ungarnstraße einfacher als bisher einen Parkplatz finden. Für die Inhaber eines Bewohnerparkausweises, der auch online beantragt werden kann (http://www.aachen.de/bewohnerparken), ist das Parken dort frei.

Für die Berufspendler, deren Arbeitsstätte im Bereich der Bewohnerparkzonen T, O oder Ost2 liegt, und die in den meisten Fällen keine Möglichkeit haben, einen Parkausweis zu bekommen, wurde jetzt ein „Umsteigerprogramm” aufgelegt. Sie erhalten die Möglichkeit, Busse und Bahnen kostenlos zu testen, können Zuschüsse von bis zu 200 Euro beim Kauf eines E-Bikes beantragen oder bekommen Vergünstigungen beim Car-Sharing-Anbieter Cambio. Die Aktion läuft bis 31. Mai, nähere Informationen gibt es unter www.aachen.de/t-steigt-um.

Wer seinen Hauptwohnsitz mit einem an einer Adresse im neuen Parkbereich zugelassenen Fahrzeug mit AC-Kennzeichen besitzt oder ein Firmenfahrzeug nutzt, kann einen Bewohnerparkausweis beantragen. Er kostet 30 Euro und ist ein Jahr gültig. Studierende an einer Aachener Hoch- oder Fachhochschule, die ein Fahrzeug nicht nur vorübergehend von den Eltern zur Verfügung gestellt bekommen, erhalten ebenfalls einen Bewohnerparkausweis, wenn sie ihren Hauptwohnsitz in dem Viertel angemeldet haben.

Wer diese Bedingungen nicht erfüllt, kann mit einem Parkschein (Montag bis Freitag 9-19, Samstag 9-14 Uhr) sein Fahrzeug dort abstellen.
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