Aachen - Am Dom gibts bald eine neue Fußgängerzone

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Am Dom gibts bald eine neue Fußgängerzone

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
Die Autos müssen dem Grün we
Die Autos müssen dem Grün weichen: Der Klosterplatz soll bis 2014 in einen Klostergarten verwandelt werden, die Johannes-Paul-II.-Straße wird zur Fußgängerzone

Aachen. Aachens Fußgängerzonen-Netz wächst weiter. Bis 2013 sollen die Lücken zwischen Jakob­straße und Fischmarkt geschlossen werden. Nicht nur die Johannes-Paul-II.-Straße, sondern auch der Klosterplatz sollen weitgehend vom Blech befreit werden. Die entsprechenden Pläne werden gleich zu Jahresbeginn im Planungsausschuss beraten.

Damit bereitet sich die Stadt auf den zweiten Bauabschnitt der „Freiraumgestaltung Pfalzbezirk” vor, der den Aachenern und den Besuchern der Stadt zu einer deutlich verbesserten Aufenthaltsqualität rund um Dom und Rathaus verhelfen soll. Rund 1,7 Millionen Euro sind für die Umgestaltung von Ritter-Chorus-Straße, Johannes-Paul-II.-Straße und Klosterplatz veranschlagt. Zwei Drittel der Kosten werden aus Mitteln des Konjunkturpakets I gedeckt.

Erledigt werden dann auch letzte Nachbesserungen am Katschhof, wo bereits die neue Treppe an der Rückseite des Rathauses errichtet wurde und weitere Umbauten vorgenommen wurden.

Nicht zuletzt werde das neue Centre Charlemagne am Katschhof mit seinen stadthistorischen und Wechselausstellungen neben den bestehenden Attraktionen wie Dom, Domschatzkammer und Dom­information deutlich mehr Besucher anziehen. Ihnen soll nach den Plänen der Verwaltung ein angenehmes Umfeld geboten werden - mit mehr Grün und weniger Verkehr.

Am deutlichsten wird dies am Ende auf dem Klosterplatz zu erleben sein, der heute noch als Parkplatz genutzt wird, bis 2013 aber in eine Art Klostergarten umgewandelt werden soll. Die jetzigen Pläne sehen eine kleine grüne Oase vor, die sich deutlich von den eher steinern gestalteten Plätzen wie Markt, Katschhof oder Hof abheben soll. Das Pflanzkonzept ist noch in Arbeit, vorgesehen sind aber schon jetzt Beete für Sträucher, Stauden, Kräuter, Gräser und Büsche. Die Garagen bleiben erreichbar, zudem sollen sechs Behindertenstellplätze eingerichtet werden.

Wohl nicht zuletzt durch den Streit um die Bäume am Templergraben sensibel geworden, hat die Verwaltung das Baumkonzept „noch einmal kritisch hinterfragt”. Die Folge: Alle gesunden Bäume entlang der Ritter-Chorus-Straße und der Johannes-Paul-II.-Straße sollen stehen bleiben, ein kranker wird gefällt, fünf Felsenbirnen werden neu gepflanzt. Die Verwaltung wertet dies als „deutlichen Beitrag zur Klimavorsorge und zur Lebenswertigkeit in der Innenstadt”. Die Ritter-Chorus-Straße, jetzt noch Zufahrt zum Katschhof, soll aufgepflastert und zum Ritter-Chorus-Platz umgestaltet werden.

Baustellenfreies Karlsjahr

Bis spätestens Ende 2013 soll all dies abgeschlossen sein, damit im darauffolgenden Karlsjahr keine Baustelle mehr für Behinderungen sorgt. Geplant sind zum 1200. Todesjahr Karls des Großen eine Großausstellung und jede Menge weitere Veranstaltungen, zu der zigtausende Besucher erwartet werden.

Um den Zeitplan einhalten zu können, beginnt die Stawag gleich nach Karneval mit den Kanalarbeiten in der Ritter-Chorus-Straße. Bis zum Weihnachtsmarkt soll sie ebenso wie der Katschhof fertiggestellt sein. 2013 werden Johannes-Paul-II.-Straße und Klosterplatz umgebaut.

Kenner ahnen allerdings, dass es ein entscheidendes Risiko gibt: Die Hinterlassenschaften unserer Vorfahren im Untergrund. Der Stadtarchäologe Andreas Schaub freut sich vermutlich schon auf manchen spektakulären Fund im Umfeld der alten Pfalz.
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