Am Dienstag schließt einer „der nassesten Weihnachtsmärkte“

Von: Gerald Eimer
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Trotz Regenwetter sind die Veranstalter und Händler mit der Saison zufrieden. Foto: M. Jaspers

Aachen. Gegen 20 Uhr wird am Dienstag der letzte Glühwein gezapft, dann ist der Budenzauber 2014 Geschichte. Damit geht „der nasseste Weihnachtsmarkt der letzten Jahre“ zu Ende, ist Manfred Piana überzeugt, der gleichwohl ein positives Fazit ziehen kann. Die Besucherzahlen sieht der Geschäftsführer des Weihnachtsmarkt-Veranstalters MAC (Märkte- und Aktionskreis City) auf Vorjahresniveau, und auch mit den Umsatzzahlen dürften die meisten Händler zufrieden sein.

Knapp 1900 Reisebusse haben auch in diesem Jahr wieder Besucher aus ganz Europa zur Budenstadt an Dom und Rathaus befördert, hat der MAC ermittelt. Mehr als die Hälfte der Busse seien aus dem benachbarten Ausland gekommen. Alles in allem dürften somit auch in diesem Jahr wieder gut 1,5 Millionen Menschen durch die Gassen geschlendert sein.

Selbst die anfangs zu warmen Temperaturen und das gegen Ende hin viel zu nasse Wetter hätten sich nicht allzu negativ ausgewirkt. Der Sturm und Dauerregen der letzten Tage habe allenfalls in den Abendstunden auf die Stimmung geschlagen. „Dann wollten viele Besucher früher ins Warme und Trockene“, meint Piana. Insgesamt seien die Besucherzahlen aber ohnehin in allen Städten leicht rückläufig, was wohl auch auf den boomenden Internetverkauf zurückzuführen ist.

Dennoch glaubt Piana, dass die meisten Händler den Umsatz erzielt hätten, den sie erwartet haben. Vor allem an den Wochenenden sei es regelmäßig „rappelvoll“ gewesen. Profitiert habe davon der gesamte Aachener Einzelhandel und die Gastronomie. „Der Weihnachtsmarkt belebt die ganze Innenstadt“, ist Piana überzeugt.

Bewährt habe sich das Sicherheitskonzept, das unter anderem auch breitere Gänge zwischen den Buden zur Folge hat. Und wenn das Gedränge und Geschiebe dennoch zu stark wurde, sorgte eine „Einbahnregelung“ für Entspannung. Erstmals seit mehreren Jahren sei der Aufbau auch nicht durch Baustellen beeinträchtigt worden, hebt Piana zufrieden hervor.

Dass der Aachener Weihnachtsmarkt in diesem Jahr zum zweitschönsten in ganz Europa gewählt wurde, erfüllt den veranstaltenden MAC zusätzlich mit Stolz. „Diese tolle Kulisse hat man ja auch nicht oft“, freut sich Piana.

Noch am Dienstagabend werden die meisten Händler ihre Stände leerräumen, die Buden selbst werden ab Samstag nach Weihnachten abgebaut, spätestens am Dienstag sollen Markt, Katschhof und Münsterplatz dann wieder besenrein sein. Er möchte es nicht verantworten, dass in der Silvesternacht geknallt wird und die Buden noch stehen, sagt Piana.

Letztmalig wird der 63-Jährige im kommenden Jahr maßgeblich an der Gestaltung des Weihnachtsmarktes mitwirken. Ende 2015 wird er in Rente gehen, was dann auch einen Umbruch beim MAC nach sich ziehen könnte. Mit den Gewinnen aus dem Weihnachtsmarkt werden bislang vielfältige Marketingmaßnahmen für die Einkaufsstadt Aachen finanziert, darunter das September Special oder der Frühjahrsputz.

Diskutiert wird hinter den Kulissen bereits über ein mögliches Zusammengehen von MAC und „aachen tourist service“ (ats), dessen Chef Werner Schlösser nächstes Jahr ebenfalls in den Ruhestand gehen will. Der ats benötigt eine bessere finanzielle Basis.

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