Aachen - Altes Kurhaus ist im Sommer für drei Monate geschlossen

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Altes Kurhaus ist im Sommer für drei Monate geschlossen

Von: Martina Rippholz
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Hier finden im Sommer drei Mon
Hier finden im Sommer drei Monate lang keine Veranstaltungen statt: Im Alten Kurhaus mitsamt Ballsaal und Klangbrücke müssen die elektronischen Anlagen erneuert Foto: Harald Krömer

Aachen. Kulturbegeisterte und Künstler, Musikschüler, Geschäftsleute und Heiratswillige - unterschiedliche Gruppen müssen im Sommer auf einen beliebten Fest-, Konzert- und Tagungsort verzichten. Zumindest vorübergehend.

Denn das Alte Kurhaus in der Komphausbadstraße ist dann mitsamt Ballsaal und Klangbrücke für drei Monate - von Anfang Juli bis Ende September - geschlossen.

In dieser Zeit wird im Inneren kräftig saniert. „Die gesamte Elektrik muss erneuert werden”, erklärt Axel Costard vom städtischen Presseamt auf Anfrage der „Nachrichten”. Darunter fallen etwa die Lüftungs- und Brandschutzanlagen, aber auch das Alarmsystem und die Sicherheitsbeleuchtung. „Die Anlagen stammen teils aus den 70er Jahren und sind einfach marode”, sagt Costard. „Dabei nutzen wir die Gelegenheit, alles auf den aktuellen Sicherheitsstandard zu bringen.”

Das Gebäudemanagement schätzt die Gesamtkosten der notwendigen Maßnahme bisher auf rund 650.000 Euro. Eine Ausschreibung gibt es für die Generalüberholung bisher noch nicht. Mit den Mietern habe man aber bereits frühzeitig Gespräche geführt, wie Irit Tirtey, kaufmännische Leiterin des Kulturbetriebs, bestätigt.

Der städtische Eigenbetrieb ist seit dem Jahr 2000 verantwortlich für das Alte Kurhaus und vermietet die beiden Säle an verschiedene Nutzer. Tirtey: „Generell finden in den Monaten, in denen saniert wird, nur wenige Veranstaltungen statt.” Für solche, die für diese Zeit bereits angesetzt waren, habe man Ausweichquartiere finden können.

Das betrifft etwa das Amadèo-Kammermusikfestival und den Amadèo-Klavierwettbewerb des Euriade-Vereins, die beide im Juli stattfinden und zwar üblicherweise im Ballsaal. Stattdessen treten Musiker verschiedener Musikkulturen diesmal in der Aula Carolina auf, neben den Veranstaltungsorten in Herzogenrath und Vaals.

Vereinsvorsitzender Werner Janssen ist mit der Lösung hochzufrieden: „Die Aula Carolina ist eine tolle Alternative.” Er lobt vor allem die Informationspolitik des Kulturbetriebs als „umgehend sehr kommunikativ.” Janssen freut sich darauf, dass das Euriade-Festival im Herbst dann in einem elektrisch sanierten Ballsaal stattfinden kann.

Auch Johanna Daske, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Neue Musik (GZM), die regelmäßig Vorträge und Konzerte in der Klangbrücke veranstaltet, hat Verständnis für die dreimonatige Maßnahme. „Juli und August sind auch weniger das Problem. Aber im September zieht das Programm bei uns wieder an. Gerade dann bedeutet das für uns schon große Einschränkungen.” Im Augenblick befasse sich der künstlerische Beirat mit der Frage, womit man wohin ausweichen kann und muss. „Wir strengen uns an, unser Angebot weitestgehend beizubehalten.”

Hochsaison für Hochzeiten

Betroffen sind von der vorübergehenden Schließung unter anderem auch die freie Musikschule „Music Loft”, die „Weltklassik am Klavier”, verschiedene Aachener Bühnen und Buchhandlungen. Außerdem ist im Sommer Hochsaison für Hochzeiten, für die man den Ballsaal im Alten Kurhaus mieten kann. Irit Tirtey: „Auch da konnten Ausweichmöglichkeiten gefunden oder die Termine entsprechend verschoben werden.”
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