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Alternativmeisterschaft: 32 Mannschaften aus ganz Deutschland

Von: Nils Heinichen
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Oliver Schürings, Dieter Jeandrée und David Schäfer (von links) zeigen die originellen „Bewerbungsunterlagen“ von vier teilnehmenden Mannschaften. Foto: Nils Heinichen

Aachen/Lemiers. Sie spielen nicht bei Bayern, Real oder Chelsea. Sie haben keine Schusstechnik à la Cristiano Ronaldo. Und sie können vermutlich auch nicht so gut dribbeln wie Lionel Messi. Dennoch zelebrieren sie den Fußball – auf ihre ganz eigene Weise.

Wenige Tage vor dem Beginn der Weltmeisterschaft in Brasilien findet im niederländischen Lemiers die 28. Deutsche Alternativmeisterschaft (DAM) im Fußball statt. Vom 6. bis 9. Juni ermitteln 32 Mannschaften aus ganz Deutschland die besten Freizeitkicker. Durch den Sieg der Aachener Mannschaft „Kullen Nullen“ im Vorjahr obliegt die Ausrichtung der diesjährigen Meisterschaft den Hobbyfußballern aus der Kaiserstadt. Zusammen mit der „Bunten Liga“ kümmern sich die „Kullen Nullen“ um Spielort, Verpflegung und Unterkunft der Teams.

„Wir haben das Turnier schon dreimal gewonnen. Im letzten Jahr siegten wir beim Turnier in Berlin“, erzählt Oliver Schürings. Trotz des großen organisatorischen Aufwandes stand nicht zur Diskussion, ob der Titelverteidiger von seinem Austragungsrecht Gebrauch machen würde. „Für uns war sofort klar, dass wir das Turnier wieder veranstalten möchten“, sagt der Spieler der „Kullen Nullen“. Bereits 2010 hatte die traditionsreiche Aachener Mannschaft das größte Fußballturnier außerhalb des Deutschen Fußball-Bundes ausgerichtet.

Wie bei der DAM üblich, müssen sich alle Mannschaften beim Gastgeber bewerben, um einen der 32 begehrten Startplätze zu erhalten. Die kreativsten Bewerbungen werden schließlich offiziell zum Turnier eingeladen. Vom Fass Bier der Eigenmarke „Kullen Nullen“ bis zum riesigen Fußballtransparent war alles dabei. „Die Mannschaften geben sich immer wahnsinnig viel Mühe“, sagt Schürings. Sogar Teams aus Oxford und Wien kommen an Pfingsten nach Aachen.

„Viele Teams machen immer wieder mit. Dann freut man sich, wenn man sich wiedersieht. Da sind viele lustige, verrückte Charaktere dabei“, sagt Mitorganisator David Schäfer. Doch nicht nur in den Bewerbungen steckt viel Kreativität. Am wichtigsten ist natürlich ein ausgefallener Teamname. Ob sich letztlich die „Grashoppers Osnabrück“, „Rote Beete Hamburg“ oder vielleicht die „Piranhas“ aus Regensburg durchsetzen, ist zweitrangig. „Das Gewinnen steht nicht im Vordergrund. Es geht in erster Linie um den Spaß“, betont Dieter Jeandrée, der Vorsitzende der „Bunten Liga“.

Gespielt wird im „WM-Modus“, sprich in acht Vierergruppen. Die beiden Bestplatzierten jeder Gruppe qualifizieren sich für das Achtelfinale. Doch im Gegensatz zur Weltmeisterschaft werden bei der DAM alle Plätze ausgespielt. „Niemand möchte Letzter werden, da diesem vom Vorjahresletzten eine echte ‚Rote Laterne‘ überreicht wird“, erklärt Schäfer. „So hat jedes Spiel seinen eigenen Reiz.“

Alle Mannschaften erhalten bei der Siegerehrung einen Pokal. Die Pokale werden in diesem Jahr von der Klasse 6b der Viktoriaschule Aachen gestaltet. Wie die Trophäen aussehen werden, bleibt bis zur Siegerehrung geheim.

Insgeheim hoffen die „Kullen Nullen“ natürlich darauf, bei der Verleihung der Preise eine möglichst bedeutende Rolle zu spielen, auch, wenn sie von der Favoritenrolle nichts wissen wollen. „Der Titelverteidiger ist kein Favorit, weil er in erster Linie mit der Organisation beschäftigt ist“, behauptet Schürings. „Wir wünschen uns, dass die Gäste zufrieden sind und es keine Verletzten gibt. Und selbstverständlich hoffen wir auf zahlreiche Fans“, formuliert auch David Schäfer ganz bescheidene Ziele.

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