Aachen - Alter Tivoli: Die Spielbereiche werden vom Feinsten

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Alter Tivoli: Die Spielbereiche werden vom Feinsten

Von: Werner Czempas
Letzte Aktualisierung:
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Am Alten Tivoli wachsen die Häuser. Dazwischen entstehen Grün- und Spielbereiche, inklusive einer 1300 Quadratmeter großen Spiel- und Liegewiese und jeder Menge Spielgeräten. Foto: Harald Krömer

Aachen. Als das Baggern und Buddeln und Häuslebauen im Neubaugebiet „Alter Tivoli“ begann, hielt mancher Beobachter erschrocken inne: „Du liebe Güte, das wird Kraut und Rüben hier!“ Das war voreilig und ist nicht mehr zu befürchten.

Zwischen Krefelder Straße, Merowingerstraße und Emmastraße wächst ein properes neues Viertel heran.

Die Stadt hält dafür eine Menge Geld parat. 675.000 Euro soll das Projekt „Öffentliche Spiel- und Grünflächen im Neubaugebiet Alter Tivoli“ kosten. Zwei Fachausschüsse (Kinder- und Jugend sowie Umwelt) stimmten zu. Jetzt hatte die Bezirksvertretung Aachen-Mitte zu entscheiden. Die Politiker wunderten sich über ihre eigene Courage.

„Das ist schon erstaunlich“

„Das ist schon erstaunlich, erstaunlich im Sinne von phantastisch“, war Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt (CDU) gleichermaßen verblüfft wie erfreut über die Forschheit der Kollegen, mal so eben knapp 700.000 Euro für Spiel und Grün locker zu machen.

Als einzigem in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte ging der flotte Umgang mit den enormen Kosten dem FDP-Vertreter Joachim Moselage gegen den Strich. Der Plan zum „Alten Tivoli“ lese sich „wie die Bestell-Liste eines Großhändlers für Spielgeräte“. Das sei zwar „alles ganz schön“, aber man dürfe doch nicht aus den Augen verlieren, dass es in der Stadt eine Vielzahl von Spielplätzen gebe, die mitunter dringend renoviert werden müssten.

Dafür wird es am „Alten Tivoli“ aber auch vom Feinsten: Die neuen Anwohner steuerten intensiv Ideen bei, es bildete sich ein Arbeitskreis „Grün und Spiel“, der Kindergarten Tivolino malte seine Wünsche für die Spielgeräte.

So soll alles werden (die „Nachrichten“ berichteten): drei grüne Areale – an der Emmastraße (vorhanden), Grüne Mitte, Würselener Wall; Hauptspielbereich unmittelbar neben dem Café am Lebensmittelmarkt; der Spielplatz greift in Form und schwarz-gelber Farbe das Thema Fußball und alter Tivoli auf; Sitzmauern mit gelben Auflagen; ein „Kassenhäuschen Alemannia“ für die Kleinsten; Pferdchen-Wippen; Mini-Trampolin, Sandbagger, Kreisel, Kletterseilanlage, Balancieren, Rutschen, Turnen, Chillen, Doppelschaukel, Nestschaukeln, Drehscheibe in schwarz-gelb, Bänke, Tische, Holzsitzpodeste, Boule-Spiel; eine 1300 Quadratmeter große Spiel- und Liegewiese, ein kleiner Platz, Pflanzbeete, Hecken, Bäume, eine Infotafel erzählt die Geschichte des alten Tivoli; Grünfläche Würselener Wall mit einem Weg zur Emmastraße und Fitnessstationen, Hangrutsche, Doppelschaukel, Tischtennis, weitere Spiele.

Wer trägt die Pflegekosten?

Im Frühjahr 2017 beginnt der Ausbau „Grüne Mitte“, im Sommer sollen zwei Drittel der Fläche benutzt werden können. Der Würselener Wall ist für das Jahr 2018 angedacht, zuerst muss der Bau der dort geplanten Terrassenhäuser abgewartet werden.

Die Pflege- und Unterhaltungskosten für die Zone „Grüne Mitte“ werden mit 18.400 Euro jährlich angesetzt. Für den Würselener Wall sind es 8500 Euro. „Wer zahlt das?“ fragte Ralf Otten (CDU) kühn. „Eine gute Frage“, antwortete die Verwaltung. Im Moment jedenfalls sei kein Geld mehr da für den Stadtbetrieb, um die Summe aufzufangen.

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