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Alter Tivoli bleibt im Wohngebiet präsent

Von: Werner Breuer
Letzte Aktualisierung:
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Blick ins Tal: Im Wohngebiet unterhalb des Würselener Walls ist eine Grüne Mitte geplant. Auch der Wall selbst soll als Grünfläche gestaltet werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Niemals geht man so ganz, heißt es. Und vom Gelände des Alten Tivoli verschwindet die Alemannia auch nicht völlig. Obwohl aus dem einstigen Stadion inzwischen ein Neubaugebiet geworden ist, soll die Erinnerung an die fußballerische Vergangenheit wachgehalten werden. Zumindest in den Grünanlagen.

Drei öffentliche Grünflächen sieht der Bebauungsplan für das Areal zwischen Krefelder Straße, Merowingerstraße und Emma­straße vor: einen Grünstreifen entlang der Emmastraße, den nach wie vor real existierenden Würselener Wall und eine 3200 Quadratmeter große sogenannte Grüne Mitte. Letztere ist immerhin schon grün. Auf der Fläche war schon im August 2013 Rasen gesät worden, der von den vielen Kindern aus der Nachbarschaft als Spielfläche genutzt wird.

Wippe und Drehscheibe

Was sonst noch dort hinkommen soll, haben Anwohner und Verwaltung im vergangenen Jahr gemeinsam beratschlagt. Inzwischen ist daraus ein Entwurf geworden, der auch ein „Kassenhäuschen Alemannia“ vorsieht. Gemeint ist damit ein Spielgerät auf dem geplanten Spielplatz, der überhaupt „in Form und Farbgebung das Thema Fußball und Alter Tivoli aufgreift“, wie es in einer Verwaltungsvorlage heißt. Schwarz-gelb soll es werden. Die Sandspiel- und Fallschutzflächen werden mit einer kreisrunden Betonsitzmauer umzingelt, und die Kleinen sollen sich an Federwippen, Minitrampolin, Kletterseilanlage, Schaukeln und einer großen Drehscheibe austoben können.

Für die Erwachsenen wurden viele Sitzgelegenheiten eingeplant, zudem eine „wassergebundene Wegefläche“, die sich auch zum Boule-Spiel eignet. Die angrenzende Rasenfläche von rund 1300 Quadratmetern Größe ist als Spiel- und Liegewiese nutzbar. Eingerahmt wird das alles mit einer Buchenhecke, die mit einer Höhe von 1,20 Meter überschaubar bleiben soll.

Ansonsten sind 24 Bäume als Hochstämme vorgesehen. Damit ist nach Ansicht der Verwaltung eine „gute Einsehbarkeit und Durchlässigkeit“ gegeben.

Der Ausbau soll im kommenden Frühjahr angegangen werden, zwei Drittel der Fläche einschließlich Kinderspielplatz wären dann im Sommer nutzbar. Ein kleiner Platz am Eingang, dem ebenfalls mit Bänken und Pflanzbeeten „Aufenthaltsqualität“ beschert werden soll, kommt später dran, derzeit stehen dort noch Baucontainer.

Noch etwas länger wird es dauern, den Würselener Wall in die gewünschte Form zu bringen. An dessen Südhang sind Terrassenhäuser geplant, an der Nordseite gibt es Böschungen mit teils starkem Gefälle. Entlang des Zauns zum Sportplatz der Alemannia soll es einen 2,50 Meter breiten Weg geben, der mittels einer Rampe barrierefrei an die Emmastraße angebunden werden soll. Am Wegesrand sind Fitnessstationen vorgesehen. Das Gefälle hinunter zur Emmastraße wollen die Planer ausnutzen und eine Hangrutsche installieren.

Baumreihe mit 16 Bäumen

Bei der Bürgerbeteiligung hatte sich gezeigt, dass hier weitere Spielmöglichkeiten gewünscht werden. Mit der Rutsche, eine Doppelschaukel und einer Tischtennisplatte soll dieser Wunsch erfüllt werden. Entlang des Weges ist eine Baumreihe mit 16 Bäumen geplant, zu den Terrassenhäusern hin werden Sträucher gepflanzt. Auf diese Weise werde der Würselener Wall „trotz seiner schwierigen Topographie nutzbar gemacht und in das Baugebiet integriert“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Die Pläne haben die Politiker im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz am Donnerstag zur Kenntnis genommen, am 14. Dezember berät die Bezirksvertretung Aachen-Mitte darüber. Die Umsetzung der Ideen für den Würselener Wall dürfte sich in jedem Fall noch etwas hinziehen. Sie ist abhängig von der Fertigstellung der Terrassenhäuser. Die Planer reden hier über das Jahr 2018.

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