Aachen - Alphonse Yombi sammelt in Aachen Spenden für Kamerun

Alphonse Yombi sammelt in Aachen Spenden für Kamerun

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Einen Rettungswagen können die Helfer mit nach Kamerun nehmen und freuen sich über die Hilfe aus Deutschland. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Wenn man eine bekannte Persönlichkeit ist, dann muss man dem eigenen Land helfen“, sagt Alphonse Yombi, ehemaliger Fußball-Nationalspieler von Kamerun. Heute lebt er in Deutschland und organisiert mit zahlreichen Freunden über die von ihm gegründete Deutsche Kamerun-Hilfe Hilfstransporte für sein Land.

Benachteiligten Menschen in Kamerun eine bessere Zukunft zu ermöglichen ist dabei das gemeinsame Anliegen. „Wir tun eigentlich das, was die Politik fordert“, sagt Heinz Gerhards, Vorstand der Deutschen Kamerun-Hilfe. Mit zahlreichen Projekten gibt die Organisation den Menschen vor Ort die Chance, einen Beruf zu erlernen.

Und jetzt verschickt die Deutsche Kamerun-Hilfe unter anderem medizinische Geräte und einen Rettungswagen, um damit eine gerade errichtete Krankenstation in Bafia auszustatten. „Was hier als Ausschuss betrachtet wird, kann in Kamerun Leben retten“, meinen die Helfer. „Ein Gerät zur Blutanalyse ist für die Menschen in Kamerun ein kleines Wunder“, sagt Yombi. Und auch Ultraschall- und Röntgen-Geräte sind dort Mangelware. „Die Lebenserwartung in Kamerun ist sehr niedrig, und auf 5000 Bewohner kommt nur ein einziger Arzt“, sagt Gerhards.

Acht Monate lang haben eifrige Spender dafür gesorgt, dass sich die Container auf dem Kranz-Gelände nach und nach mit Hilfsgütern für die unterschiedlichen Projekte in Kamerun füllten. Der Aachener Handwerker Norbert Weber hat sein Firmengelände für die Sammelaktion zur Verfügung gestellt. Dort stehen derzeit die zwei Container, der Rettungswagen und ein LKW, die in nächster Zeit verschifft werden sollen. Bei einer Abschiedsfeier konnten die Helfer noch einmal einen letzten Blick darauf werfen.

Yombi wird bei der Verzollung der Container und Fahrzeuge anwesend sein, und Weber will später in Kamerun dabei helfen, dass die neuen Werkzeuge und Geräte an Ort und Stelle ordnungsgemäß installiert werden. Er hat die Kameruner schon beim Bau der Krankenstation unterstützt. „Solche Leute wie Norbert Weber brauchen wir“, lobt Gerhards.

Der Ex-Fußballer Yombi ist sichtlich bewegt. Für ihn ist mit der Deutschen Kamerun-Hilfe ein Traum in Erfüllung gegangen. Dieser jüngste Hilfstransport, der elfte insgesamt, ist ein Mosaikstein mehr, der seinen Landsleuten zu mehr Eigenständigkeit und besserer gesundheitlicher Versorgung verhelfen soll. Gerhards erinnert an die Flüchtlingswelle und hebt einmal mehr die Notwendigkeit hervor, den Menschen ein Überleben im eigenen Land zu ermöglichen.

Die Deutsche Kamerun-Hilfe ist in Kerpen beheimatet, hat aber auch in Aachen und Umgebung viele Unterstützer.

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