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Alles im Plan: Ab Sommer ist die Mensa offen

Von: Margot Gasper
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Vergnügte Festversammlung unt
Vergnügte Festversammlung unterm Richtkranz an St. Leonhard: Hinten von links Oberbürgermeister Marcel Philipp, Reinhard Gerlach (pbs architekten) und Schulleiter Stefan Menzel. Polier Michael Berling (rechts) trug den Richtspruch Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Fertigstellung heute in einem Jahr.” Diese Devise gab Oberbürgermeister Marcel Philipp Anfang September 2011 aus, als er den Grundstein für den Erweiterungsbau des Gymnasiums St. Leonhard legte.

Ziemlich genau fünf Monate später wurde am Donnerstag bei klirrender Kälte Richtfest gefeiert an der Jesuitenstraße. Und der OB bleibt dabei: „Ich freue mich darauf, im Sommer hier Einweihung feiern zu können.”

Die Chancen, dass das klappt, stehen offenbar gut. „Wir liegen voll im Zeitplan”, freute sich Wilfried Sterck, der für die Stadt Aachen das Projekt als Bauleiter begleitet. Erst seit zwei Wochen müssen die Arbeiten auf dem ehemaligen Brot-Schneider-Parkplatz wegen der eisigen Temperaturen ruhen.

„Wenn der Hochbau anfängt, dann gehts richtig schnell”, erklärte ein sehr zufriedener Oberbürgermeister bei seiner Festrede im Rohbau. Er dankte allen am Bau Beteiligten, die das Werk so flott nach vorne gebracht hätten.

In dem dreistöckigem Bau werden unter anderem die Mensa für das Ganztagsgymnasium, Fachräume für Physik sowie Spiel-, Musik- und Aufenthaltsräume untergebracht. Die Baukosten sind auf rund 4,5 Millionen Euro veranschlagt, rund 700.000 Euro davon entfallen auf die Platzgestaltung und auf die notwendige Verlegung der Prinzenhofstraße. „Sobald das Wetter es zulässt, beginnen auch die Arbeiten an der Gestaltung des Außenbereichs”, kündigte Philipp an. Vor dem Neubau soll ein schicker Stadtplatz entstehen, der zum Verweilen einlädt.

Am Gebäude selbst sind nun noch die letzten Rohbauarbeiten zu erledigen, dann geht es an die Fassade und den Innenausbau. Die Fassade soll ein besonderer Hingucker im Entwurf des Aachener Architekturbüros „pbs architekten Gerlach Krings Böhning” werden. Die Glasfassade nach Norden hin soll die historische Front der Kirche St. Michael spiegeln.

Dafür sei Glas nötig, das den gewünschten Spiegeleffekt besonders gut hervorbringe, erklärte Reinhard Gerlach, geschäftsführender Gesellschafter bei pbs, am Rande der Feierstunde. Und deshalb sind vor der Front des Rohbaus bereits mehrere Glasmuster probeweise aufgestellt.

Energetisch soll der Erweiterungsbau auf dem neuesten Stand sein. Und natürlich soll das gesamte Gebäude barrierefrei zu nutzen sein. „Sehr spannend” findet OB Philipp auch den textilbewehrten Beton, der in Teilen der Fassade verarbeitet werden soll.

Im Erdgeschoss, wo die kleine Festversammlung, unter anderem mit Gästen aus Politik und Verwaltung, mit heißem Kaffee und Kakao auf das gute Gelingen des Projekts anstieß, sollen ab dem nächsten Schuljahr die Schüler des Gymnasiums in der Mensa verpflegt werden. „Hier können ab Sommer 130 Kinder gleichzeitig essen”, erklärte Philipp. Die Zeit der Provisorien in der Mittagsverpflegung soll dann für St. Leonhard endgültig vorbei sein.

Auch Stefan Menzel, Schulleiter an St. Leonhard, ist sehr zufrieden mit dem Baufortschritt. Neulich sei er mit dem Bauleiter aufs Dach des Rohbaus geklettert, erzählte er. Seitdem freut er sich noch mehr auf das fertige Haus. „Man sitzt im Physikraum mit Blick auf die alte Kirche St. Michael.”

Der OB hebt den Daumen

Das Richtfest wird traditionell gefeiert, wenn der Rohbau steht und die Zimmerleute den Dachstuhl aufgerichtet haben. Da der Neubau an St. Leonhard kein Holztragwerk kriegt, hatte Polier Michael Berling von der Firma Lühn Bau die ehrenvolle Aufgabe, in luftiger Höhe den Richtkranz aufzurichten und den Richtspruch vorzutragen. „So frag ich den Bauherrn vor aller Welt, wie ihm sein neuer Bau gefällt”, tönte es von oben, und der OB hob zustimmend den Daumen. Die Zeilen „Mit diesem Glase sei geweiht der Bau für alle Zeit” quittierte die Festversammlung unten mit einem vielstimmigen und gut gelaunten „Prost”.

Eine stimmgewaltige Abordnung des Schulchors untermalte das Richtfest mit zwei Liedern. Die eigentlich eingeplanten Gitarrenstücke mussten ausfallen. Bei der eisigen Kälte blieben die Instrumente drinnen.
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