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Alemannias Laufexperten haben noch viel vor

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Große Pläne: Michael Leers, Chef der Alemannia-Leichtathleten.

Aachen. Die Langtreter von Alemannia Aachen basteln an ihrem großen Auftritt. Langtreter - das sind die Laufexperten der Schwarzgelben, die bei den Volksläufen in der Region aktiv sind. Ab dem kommenden Jahr wollen die Alemannia-Langtreter selbst Gastgeber einer großen Laufveranstaltung werden.

„Wir planen einen Halbmarathon”, berichtet Michael Leers, der Leiter der Alemannia-Leichtathletik-Abteilung. Ein kleiner Anfang ist dabei nicht geplant. „1000 Starter halten wir beim ersten Mal schon für realistisch. Eher mehr”, so Leers. Und perspektivisch soll der Halbmarathon sogar für 3000 bis 4000 Starter interessant sein.

Das attraktive an der Idee, die Leers jetzt mit Alemannia-Vorstandsmitglied Karl-Theo Strepp vorgestellt hat: Der Marathon soll durch die Soers und rund um das neue Stadtion führen.

Vorstellbar sei, dass die Teilnehmer die letzten Meter im neuen Tivoli absolvieren. „Das wäre doch eine tolle Sache: Der Zieleinlauf findet auf dem Rasen statt, auf dem Fußballer kurz vorher den Aufstieg geschafft haben”, hat Leers den geplanten Termin mit einem sportlichen Wunsch verknüpft.

Kurz nach dem Ende der kommenden Fußball-Saison soll die erste Laufveranstaltung stattfinden. Dass die Alemannia-Langtreter nicht schon in diesem Jahr starten, hat zwei Gründe. Zum einen ist das neue Stadion noch nicht fertig.

Zum anderen wollen die Leichtathleten langfristiger planen. „Wir wollen verhindern, dass es Terminkollisionen mit anderen Veranstaltungen gibt”, erklärt Leers.

Dass die Schwarz-Gelben direkt in großen Dimensionen denken was die Teilnehmerzahl angeht, liegt an der Infrastruktur, die gerade mit dem neuen Stadion wächst.

Außerdem sei Aachen sowieso eine laufverrückte Stadt. „Wenn ich sehe, wie viele Menschen hier jeden Tag laufen - das ist schon enorm”, hat der Abteilungsleiter beobachtet.

Diese besondere Verrücktheit hat sich auch im Verein ausgewirkt. Die Leichtathletik-Abteilung wächst. „Sie ist mittlerweise die größte sportliche Abteilung”, betont Strepp.

Die Marke von 500 wird nach Michael Leers Einschätzung in diesem Jahr geknackt; derzeit hat die Abteilung knapp 480 Mitglieder. Nachwuchssorgen sind den Schwarzgelben fremd. Die Hälfte der Mitglieder seien Kinder und Jugendliche.

Ein weit verbreitetes Problem findet sich jedoch auch bei den Alemannia-Leichtathleten. „Wir stoßen sehr an unsere Grenzen, weil wir mehr Übungsleiter gebrauchen könnten”, erklärt Leers. Die Gruppen seien alle voll. Derzeit gebe es einige Anfragen von Schulen mit Nachmittags-Unterricht, ob die Abteilung Übungsleiter für eine mögliche Leichtathletik-AG stellen könne.

„Wir würden ja gerne,” deutet Leers an, dass der Alemannia Übungsleiter fehlen. Deswegen sei es ein zukünftiges Ziel, Leichtathletik-Experten für den Verein zu gewinnen oder selbst aufzubauen.

Denn nur mit qualifiziertem Personal könne laut Leers auch das zweite langfristige Ziel angegangen werden: „Wir haben in unserer Abteilung ein gutes Grundgerüst mit guter Jugendarbeit”, so der Mann, der selbst aktiver Langtreter ist. „Aber uns fehlen die Sportler in der Spitze.”

Leers und seine Mitstreiter wollen künftig Vorbilder innerhalb der eigenen Abteilung für den Nachwuchs aufbauen. Auch da biete Aachen Potenzial.

„An den Hochschulen hier sind viele gute Leichtathleten eingeschrieben. Die starten derzeit aber für Wattenscheid oder Leverkusen. Vielleicht schaffen wir es, für sie eine gute Adresse zu werden.”

An Unterbeschäftigung leidet die Leichtathletik-Abteilung der Alemannia nicht, nur weil der Halbmarathon in diesem Jahr noch nicht startet. Derzeit laufen die Vorbereitungen für das Stabhochspringen auf dem Katschhof. Termin wird der 2. September sein. „Da ist noch viel zu tun”, blickt Leers auch auf die immer schwieriger werdende Sponsorensuche.
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