Aachen - Alemannia: „Wir werden einen Sicherheitsdienst am Tivoli haben“

Alemannia: „Wir werden einen Sicherheitsdienst am Tivoli haben“

Von: Holger Richter
Letzte Aktualisierung:
Tivoli
Leere Ränge: Die Alemannia steht ohne Hauptsponsor da - und ohne Ordnungskräfte. Foto: dpa

Aachen. Dem Insolvenzantrag und der ungewissen Zukunft seiner Mannschaft zum Trotz: René van Eck lässt sich den Spaß an seiner Arbeit nicht verderben. „Vielleicht können wir das ja auch noch übernehmen“, sagte der Alemannia-Trainer am Donnerstag schmunzelnd, als er auf den Rückzug des Hauptsponsors Geller und damit des Ordnungsdienstes am Tivoli angesprochen wurde.

„Ich habe das eben auch erst erfahren“, sagte der stämmige Niederländer, der sich selbst für durchaus geeignet für den Sicherheitsdienst im Stadion hält. Und unter seinen Mitarbeitern und Journalisten würden auch einige andere gute Voraussetzungen für den Job mitbringen, sagte van Eck, als er lächelnd seinen Blick durch die Runde gleiten ließ.

Ähnlich unaufgeregt reagierte Manager Uwe Scherr auf die neue Hiobsbotschaft: „Ich glaube nicht, dass uns das zusätzlich zurückwirft.“ Und mit Blick auf den Ordnungsdienst, den das Kölner Unternehmen gestellt hat und ohne den keine weiteren Spiele auf dem Tivoli – auch nicht das Testspiel gegen Bayern München am 20. Januar – ausgetragen werden dürften, blieb der Manager ebenfalls ruhig. „Wir werden eine Lösung finden“, auch wenn es mit neuem Personal gerade beim Spiel gegen die Bayern, für das bereits mehr als 30 .00 Karten verkauft wurden, zu längeren Wartezeiten am Einlass kommen könnte, so Scherr.

Dass nämlich die Alemannia nicht ohne Ordner dastehen wird – und zwar nicht nur gegen die Bayern, sondern bei allen Rückrundenspielen – ist für Holger Voskuhl gar keine Frage. „Wir werden für alle Heimspiele der Alemannia einen entsprechenden Sicherheitsdienst im Stadion haben“, versicherte der Sprecher der Interimsgeschäftsführung gestern im Gespräch mit den „Nachrichten“.

Er verstehe die Aufregung um diese Frage nicht. Anders als van Eck und Scherr, wirkte Voskuhl bei diesen Worten allerdings nicht ganz so unaufgeregt. Weiter wollte er nichts bestätigen oder dementieren. Auf die finanziellen Folgen des Rückzugs und die Gründe dafür ging Holger Voskuhl nicht weiter ein: „Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu Sponsoren oder Dienstleistungen.“

Dass konnte gestern auch Babak Geller nicht, da der Geschäftsführer der Geller Sicherheitsdienst GmbH wegen „eines Außentermines“ nicht zu sprechen war. Auf dem Facebookprofil des Unternehmens bestätigt Geller immerhin die Kündigung sämtlicher Sponsorenverträge mit der Alemannia. Aus wirtschaftlicher Sicht müsse auch der Ordnungsdienst am Tivoli eingestellt werden, heißt es dort.

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