Alemannia: Ob es ruhig bleibt, hängt vom Spiel ab
Mehr Beamte im Einsatz
Die Aachener Polizei stellt sich indes mit einem erhöhten Personalaufwand auf mögliche gewalttätige Auseinandersetzungen ein. Polizeisprecher Karl-Johannes Völker begründet das auf Anfrage der „Nachrichten” mit der sportlichen Situation beider Vereine im Abstiegskampf. „Um im Falle einer Niederlage auch Aachener Fans von möglichen Frustreaktionen abzuhalten, wird die Polizei vor dem Spiel offensiv auf die Fan-gruppierungen zugehen, um sie auf ein faires Verhalten einzuschwören”, sagt Völker. Und natürlich werde man sie auch auf mögliche Konsequenzen hinweisen, wenn sie sich nicht so verhalten.
Aktion gegen Kraemer
„Ob es nach der Partie ruhig bleibt, hängt maßgeblich vom Spielverlauf ab”, ist Kristina Walther, Leiterin des Aachener Fanprojekts, überzeugt. Wichtig sei, dass „die elf Jungs auf dem Platz ein interessantes Spiel abliefern”. Und davon geht Walther aus: „Ich bin optimistisch, die Hoffnung stirbt zuletzt.” Dass sich die Aachener Fans beim letzten Heimspiel der Saison noch einmal in die Haare bekommen, glaubt die Sozialarbeiterin nicht: „Alle hoffen noch auf den Klassenerhalt und alle werden die Alemannia anfeuern.”
Weniger gelungen findet Walther die über das soziale Netzwerk Facebook gerichteten - zum Teil deutlich unter die Gürtellinie gehenden - Angriffe gegen Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer. Mehr als 2000 Mitglieder fordern in der Gruppe namens „Krämer raus!” die sofortige Entlassung des Alemannia-Verantwortlichen. Außerdem ist dort die Rede von einer geplanten Plakataktion gegen Kraemer am Sonntag auf dem Tivoli.
„Ich finde es schade, wenn Personen persönlich angegriffen werden und sich nicht wehren können. Bei Facebook fehlt die differenzierte Auseinandersetzung”, sagt Walther. Das alles sei ihr zu wenig perspektivisch, es sei nur „Dampf ablassen in einer Einbahnstraße”. Man könne für oder gegen Kraemer sein, „aber er kann wirklich nichts dafür, dass wir vielleicht absteigen”.








