Alemannia: Noch ist die Rettung nicht perfekt

Von: gei
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Lichte Reihen im Stadion - der
Lichte Reihen im Stadion - der Alptraum der Finanzpolitiker: Alemannias Abstieg in die dritte Liga hat die andauernden Verhandlungen über die Umschuldung nicht einfacher gemacht. Foto: Imago/Christoph Reichwein

Aachen. Schwieriger als gedacht gestalten sich die Verhandlungen rund um das Alemannia-Rettungspaket, die dem Lizenzverfahren für die dritte Liga vorausgehen müssen.

Zwei Wochen bleiben noch, die Umschuldung für den von der Insolvenz bedrohten Profi-Klub unter Dach und Fach zu bringen. „Es ist ein hochkomplexes Thema”, sagt ein Finanzpolitiker, der wie seine Kollegen am Dienstagabend hinter verschlossenen Türen von Kämmerin Anne­kathrin Grehling über den Stand der Dinge unterrichtet wurde.

Sie erfuhren, dass bis heute noch keine Unterschriften unter die Verträge gesetzt wurden, die dafür sorgen sollen, dass die jährlichen Belastungen nach dem Stadionbau auf ein für den Verein erträgliches Maß abgesenkt werden können. Neben der Stadt sind die Aachen-Münchener und Privatinvestoren beteiligt. Auch das Land muss seine Zustimmung geben. Immerhin habe Grehling inzwischen die „AC GmbH” gründen können, über die die Stadt einen Kredit in Höhe von knapp 19 Millionen Euro an Alemannia weiterreichen kann. Über weitere Details wollte sich Grehling öffentlich nicht äußern, angestrebt sei von ihrer Seite, bis zum kommenden Donnerstag, 24. Mai, Klarheit für Alemannia zu schaffen.

Durch deren Abstieg in die dritte Liga wurde die Sache jedenfalls nicht leichter. Den Kreditgebern wurde auf diese Weise unmittelbar vor Augen geführt, auf welches Risiko sie sich einlassen. Konnten sie zunächst auf eine jährliche Rückzahlung von zwei Millionen Euro hoffen, wird Alemannia nach jetzigem Stand nur noch eine Million aufbringen können - dies auch nur, solange die Zuschauer kommen und die Sponsoren bei der Stange bleiben. Ein längerer Aufenthalt in der dritten Liga könnte der Stadt weitere Verluste bringen, wie Grehling den Ratsleuten bereits im März vor deren mehrheitlicher Zustimmung zum Rettungspaket darlegte. Damals hoffte Alemannia freilich noch auf den Klassenerhalt.
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