Aachen - Alemannia: Nahversorgungszentrum auf dem Gelände des alten Tivoli

Alemannia: Nahversorgungszentrum auf dem Gelände des alten Tivoli

Von: Werner Breuer
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Spatenstich fürs Nahversorgungszentrum: Maximilian Sütterlin, Karl-Peter Arnolds, Marcel Philipp, Herbert Sütterlin, Reinhard Gerlach und Benedikt Sütterlin (v. l.) auf dem Gelände des alten Tivoli. Foto: Harald Krömer

Aachen. Als Oberbürgermeister braucht man wohl ein gewisses Vorstellungsvermögen. Marcel Philipp jedenfalls ist froh, dass man auf dem Gelände des alten Tivoli etwas „wachsen sieht“. Bislang wächst da allerdings nicht viel, allenfalls die Hügelchen werden mit jeder Baggerschaufel Erdaushub etwas größer. An diesen Erdbewegungen hat sich OB Philipp gestern tatkräftig beteiligt – mit einem ersten Spatenstich für ein „Nahversorgungszentrum“.

Man könnte auch populärwissenschaftlich von einem Supermarkt sprechen, aber was Bauherr Herbert Sütterlin an der Krefelder Straße hochzieht, geht doch ziemlich weit darüber hinaus. geplant ist ein viergeschossiges Gebäude, dessen Ausmaße Architekt Reinhard Gerlach mit 30000 Kubikmetern beziffert.

Optisch sieht der Bau dem in der Nachbarschaft stehenden Finanzzentrum nicht unähnlich, was nicht weiter verwunderlich ist. Gerlach gehört zum Team von „pbs architekten“ aus Oberforstbach, das auch den Behördenbau entworfen hat.

Zehn Millionen Euro teuer

Wie dort wird es auch auf dem alten Tivoli-Areal Büros geben. Dafür ist eine Fläche von 2300 Quadratmetern vorgesehen. Das ist nicht viel weniger Platz, als auch der Supermarkt im Erdgeschoss einnimmt. „Das werden 2500 Quadratmeter Verkaufsfläche“, sagt Sütterlin.

Der betreibt bislang schon den Hit-Markt an der Schurzelter Straße und nimmt nun gemeinsam mit seinen Söhnen Benedikt und Maximilian ein Expansion in Angriff, die ziemlich ins Geld geht: Auf rund zehn Millionen Euro beläuft sich die Investitionssumme. Die Etagen über dem Markt im Parterre werden vermietet.

Einziehen wird neben einem Architekturbüro auch eine Kindertagesstätte. „Die fünfgruppige Kita kommt ins erste Obergeschoss“, erklärt Bauherr Sütterlin. Der Oberbürgermeister wertet das als „Glücksfall“. Eine solche Einrichtung „brauchen wir hier“, sagt Philipp. Und in den engen Wohnstraßen in der Soers wäre sie ansonsten schwer unterzubringen gewesen. Träger der Kita wird die Lebenshilfe Aachen e. V. sein.

Die Nachfrage nach Kita-Plätzen dürfte zudem noch wachsen, weil auf dem Gelände des einstigen Fußballstadions Wohnbebauung entstehen soll. Der Bedarf sei groß, sagt OB Philipp. Auch für ein Hotel soll auf dem Areal an der Ecke Krefelder Straße/Merowingerstraße noch Platz sein. Philipp geht von einer „zügigen Entwicklung“ aus. Herbert Sütterlin hat für sein Großprojekt einen konkreteren Zeitplan: „In einem Jahr wollen wir eröffnen.“

Wie weit bis dahin die Entwicklung des Wohngebietes in der Nachbarschaft gediehen ist, wird auch im Hause Sütterlin beobachtet. Die Sorge, dass der Markt schon vor der Kundschaft da ist, gibt es jedoch nicht. Man in größeren Dimensionen: „Wir sind nicht nur Nahversorger, sondern wollen auch die Innenstadt noch mitnehmen“, sagt Benedikt Sütterlin.

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