Alemannia: „Konsequente Linie“ bei Stadionverboten

Von: Holger Richter
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Freut sich auf das erste Heimspiel der neuen Regionalligasaison: Alemannia-Geschäftsführer Alexander Mronz. Foto: Michael Jaspers

Aachen. „Freitagabend, Flutlicht, eine besondere Atmosphäre.“ So fasst Trainer Peter Schubert die Rahmenbedingungen vor dem ersten Heimspiel der Alemannia in der neuen Regionalligasaison Freitagabend um 20 Uhr gegen den FC Hennef 05 zusammen.

„Das ist vor allem für die neuen Spieler ein ganz besonderes Spiel, aber heiß sind sie alle auf das erste Heimspiel“, sagt Schubert.

Wenn auch nicht gerade „heiß“, so doch voller Vorfreude sieht auch Geschäftsführer Alexander Mronz dem Spiel entgegen, zu dem er 7500 bis 8000 Zuschauer erwartet. „4000 Tickets sind bereits verkauft, 2600 davon sind Dauerkarten“, berichtet Mronz. „Das sind stolze Zahlen. Sie bestätigen, dass unsere Imagewende, wieder mehr hin zum Sport, offenbar ankommt bei den Leuten.“

Die Alemannia kalkuliert in der neuen Saison mit 6000 Zuschauern pro Spiel. Jeder Zuschauer mehr hilft Mronz auf seinem Weg, das strukturelle Defizit, das der Verein immer noch mit sich herumschleppt, abzubauen. „Spielraum nach oben gibt es ausreichend, das Stadion ist groß genug“, sagt er. Umgekehrt sei der Klub aber bereits wieder so gut aufgestellt, „dass keiner nervös werden muss, wenn wir mal zwei Zuschauer weniger haben“.

200 Stadionverbote

200 sogenannte Fans weniger wird die Alemannia in nächster Zeit allerdings definitiv haben. Denn so viele Stadionverbote hat der Verein derzeit ausgesprochen. „Wir waren bei 187 Verboten, davon haben wir fünf kürzlich aufgehoben und eines auf Bewährung ausgesetzt“, zählt der ehemalige Tennisprofi auf. „Und nach den Vorfällen beim Testspiel gegen Wuppertal haben erst am Mittwoch 18 neue Stadionverbote aussprechen müssen.“ Macht unterm Strich 200 Stadionverbote, davon eins auf Bewährung.

„Wir fahren dabei nach wie vor eine konsequente Linie“, so Mronz. „In Wuppertal hatten wir den Fall, dass von den 18 Leuten, neun in den Innenraum gestiegen sind, fünf davon haben sich der Polizei widersetzt und einer hat sogar eine Flasche in den Wuppertaler Block geworfen.“ Der Flaschenwerfer dürfe nun fünf Jahre nicht mehr ins Stadion, „und diejenigen, die nur auf der Tribüne randaliert haben, haben ein Jahr Stadionverbot erhalten“, berichtet der 49-Jährige und fügt hinzu: „Also, ich finde das konsequent.“

Passend zu dieser Linie bleibe es auch beim Fahnenverbot für die Karlsbande. Ob die Gruppe Mronz‘ Angebot annimmt, sich bei einem Heimspiel per Banner öffentlich von Gewalt, Rassismus und Radikalismus zu distanzieren (wir berichteten), davon will sich der Geschäftsführer selbst überraschen lassen. So lange das nicht passiert sei, gebe es auch keine weiteren Diskussionen um eine Wiederzulassung des Banners der Gruppierung.

Weitere Überraschungen gibt es beim ersten Heimspiel sonst nur wenige: Es werden die selben Blöcke wie in der Vorsaison geöffnet, allerdings sind einige Eintrittspreise gesunken. Kinder unter zwölf Jahren erhalten in Begleitung von Erwachsenen sogar freien Eintritt.

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