Aachen - Alemannia kehrt zurück ins Herz der Altstadt

Alemannia kehrt zurück ins Herz der Altstadt

Von: Holger Richter
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Alemannia-Geschäftsführer Martin vom Hofe eröffnet gemeinsam mit Shopleiterin Gaby Nobis, Berater Guido Thelen und Wabe-Geschäftsführer Alois Poquet den Alemannia-Fanshop in der Altstadt. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Wer den Raum in der Kleinkölnstraße 18 im Herzen der Altstadt betritt, weiß sofort, wo er ist: nämlich bei der Alemannia. So gelb leuchtet die Einrichtung in dem ebenso netten wie funktionalen Ladenlokal, wo der Fußball-Regionalligist ab sofort seine Fanartikel und Eintrittskarten verkauft – oder genauer gesagt: verkaufen lässt.

Denn der neue City-Fanshop wird betrieben vom Diakonischen Netzwerk Wabe, das dort „drei, vielleicht vier Arbeitsplätze für Menschen schaffen kann“, so hofft es deren Geschäftsführer Alois Poquet, „die sonst keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben“. Denn das sei das Hauptziel, das die Wabe mit dem neuen Laden verfolgt. Wenn man zudem noch viele Fanartikel verkaufen und mit dazu beitragen könne, „die Stimmung in der Stadt wieder positiv für die Alemannia zu drehen“, so Poquet, „umso besser“.

Sein Geschäftsführerkollege seitens der Alemannia, Martin vom Hofe, sieht das ganz genau so – wenn auch in umgekehrter Reihenfolge. Auch er freue sich über die Arbeitsplätze, noch mehr aber natürlich über die Sachen und Tickets, die verkauft werden. „Endlich haben wir wieder eine Anlaufstelle – einen schwarz-gelben Leuchtturm – in der Stadt“, sagt er bei der Eröffnung am Mittwoch.

„Win-Win-Situation“

Für beide Geschäftsführer ist der Laden eine klassische „Win-Win-Situation“, denn ohne die Sozialpartnerschaft mit der Wabe, die bereits die Fankneipe Klömpchensklub am Tivoli betreibt, wäre der insolvente Regionalligist kaum in der Lage, einen Fanshop in der Innenstadt zu betreiben, wie Martin vom Hofe offen einräumt. Und ohne den Fanshop würden keine Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung entstehen.

Diese arbeiten in dem Fanshop unter der Leitung von Gaby Nobis montags bis samstags von 12 bis 18 Uhr. Erhältlich sind alle Fanartikel der Alemannia von Schals über Trikots bis zu Fahnen und Kappen sowie die Tickets für den Tivoli.

Für Martin vom Hofe ist der Shop ein weiterer kleiner Baustein in seinem Projekt, anlässlich des 117. Geburtstages der Alemannia am 16. Dezember 11.700 Zuschauer zum letzten Heimspiel des Jahres gegen Viktoria Köln in den Tivoli zu bekommen. Am Mittwoch waren bereits rund 3200 Karten verkauft. „Das ist zehn Tage vor dem Spiel wesentlich mehr als bei anderen Heimspielen“, bewertet er die Situation.

Mieter des Ladenlokals ist die Wabe. Es befindet sich in einem Gebäudeflügel des ehemaligen Londoner Hofes, der im Zuge der angestrebten Altstadtsanierung rund um den Büchel neu überplant werden soll. Doch Alois Poquet hofft, dass der Fanshop mindestens drei Jahre Bestand haben möge. Angesichts der bekannten Verzögerungen bei der Altstadtsanierung erscheint diese Hoffnung eher bescheiden zu sein.

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