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Alemannia: Frithjof Kraemer muss den Verein verlassen

Von: pa
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Viele Plakate, eine Aussage: Der Zorn der Alemannia-Fans richtet sich beim Heimspiel gegen Wehen am Samstag in erster Linie gegen den Geschäftsführer Frithjof Kraemer. Vor allem ihm wird das neue Millionenloch im Etat angelastet, das die Existenz des Drittligisten massiv gefährdet. Foto: Andreas Steindl

Aachen. So viel steht zumindest fest: Es war am Wochenende nicht das letzte Spiel am Tivoli, es war keine Beerdigung dritter Klasse. Aber ob die drohende Zahlungsunfähigkeit in der nächsten Woche abgewendet werden kann, ist noch offen.

„Die Lage ist nicht aussichtslos”, fasste Klub-Boss Meino Heyen zusammen. „Es liegt Geld auf dem Tisch, ob es reicht, muss sich herausstellen. Fakt ist, dass wir es nicht alleine stemmen können. Wir werden viele Beteiligte mit ins Boot nehmen.”

Seit Tagen tagt der Aufsichtsrat pausenlos, andere Freunde des Klubs sind mit aufs Rettungsboot gekommen. Das S.O.S. des Klubs blieb nicht ungehört. Der Countdown tickt weiter, aber die Hoffnung ist da, dass Heyen & Co. die Zahlungsunfähigkeit in den nächsten Stunden abwenden können. Dafür werden nach Recherchen unserer Zeitung etwa zwei Millionen Euro bis spätestens Mittwoch gebraucht. Viel Zeit bleibt nicht mehr.

Klubchef Meino Heyen räumte in einer Erklärung des Aufsichtsrats kurz vor Spielbeginn auf dem Spielfeld „schwere Fehler” ein, die „schonungslos aufgedeckt werden”. Eigentlich, so berichtete Heyen später, wähnte man sich nach der Umfinanzierung der Stadionkredite in einer „aussichtsreichen und komfortablen Situation”.

Heyen: „Wir sind mit dem Glauben in die Saison gegangen, dass es auf dieser Basis funktionieren wird. Dass uns zum jetzigen Zeitpunkt erneut Geld fehlt, ist eine Katastrophe.” Bei aller Euphorie angesichts des Dauerkartenverkaufs, der Zuschauerzahlen oder des Pokalspiels sei man nicht schnell genug in der 3. Liga angekommen, vermutete der Vorsitzende des Aufsichtsrats.

Eine Personalie, die sich seit Tagen abzeichnete, ist nun fix. „Frithjof Kraemer wird den Verein in absehbarer Zeit verlassen, möglicherweise sehr schnell.” Dem Geschäftsführer wird vor allem ein schlechter Informationsfluss besonders in der aktuellen Situation vorgehalten, der das Gegensteuern in kurzer Zeit massiv erschwere. Am Spieltag war es zu massiven Anfeindungen gegen Kraemer gekommen.
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