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Alemannia-Fans müssen wieder strikt getrennt werden

Von: Holger Richter
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Aachen. Die Alemannia-Spieler sind nach den ersten Spielen in der dritten Liga nicht müde geworden, ihre Fans zu loben. Von „einmalig, sensationell und atemberaubend” war da die Rede, wenn die Kicker die Unterstützung am Tivoli oder auch auswärts beschreiben sollten.

Und nun das: Nach dem 2:1-Auswärtssieg beim 1. FC Saarbrücken am Dienstagabend verprügelten sich Teile der Alemannia-Fans zunächst gegenseitig noch im Saarbrücker Ludwigspark, bevor rund 100 Aachener Anhänger auf der Heimreise in einer Autobahn-Raststätte durch Randale und Vandalismus für einen Großeinsatz der Polizei sorgten.

Vor allem der erneut aufgebrochene Konflikt zwischen den verfeindeten Fangruppierungen aus den Reihen der Karlsbande und den Aachen Ultras, die im Stadion sowie auf dem Weg zu den Bussen aneinandergeraten waren, sorgte unter Verantwortlichen und anderen Fans für Unverständnis.

„Dieses Verhalten macht mich mehr als traurig”, sagte etwa Didi Lübbers gestern den „Nachrichten”. „Und das sage ich nicht als Sprecher der Fan-IG, sondern als einfacher Fußball-Anhänger.” Betroffen machte ihn, dass er statt ausgelassener Freude über den Auswärtssieg und den gelungenen Neuaufbau der Alemannia nach dem Zweitliga-Abstieg Szenen mitansehen musste, „die man in keinem Stadion der Welt sehen möchte”.

Fans aus den Reihen der Karlsbande und den Alemannia-Supporters haben seit Dezember 2011 mehrfach Mitglieder der Aachen Ultras attackiert. Ursache war seinerzeit das öffentliche Auftreten der Ultras gegen rechtsextreme Tendenzen unter den Alemannia-Fans. „Wir haben damals eine Übereinkunft gegen Gewalt, Extremismus und Rassismus mit den Fanklubs getroffen”, erinnerte Alemannia-Sprecher André Schaefer an die gemeinsame Erklärung vom 1. Februar dieses Jahres.

„Gemeinsam zum Wohle der Alemannia”, lautete die Losung damals im Abstiegskampf. „Die Vorfälle jetzt sind ein klarer Verstoß dagegen.” Das wolle man sich nicht bieten lassen, „denn die große Mehrheit unserer Fans ist friedlich. Das wollen wir uns nicht durch eine Minderheit kaputt machen lassen”.

Beim Heimspiel gegen Kickers Offenbach am kommenden Samstag wird das Ordnungspersonal auf der Südtribüne verstärkt und die Sektorentrennung zwischen den beiden Fangruppen strikt überwacht. „Denn dieses Verhalten der Fans ist alles andere als hinnehmbar”, begründete Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer.

Allerdings ist „die Problematik auch nicht erst seit gestern bekannt”, räumte Vereinssprecher Schaefer ein. Nun wolle man den Dialog mit allen Beteiligten inklusive der Fanbeauftragten und des Fanprojekts Aachen intensivieren.

„Es vergeht kein Tag, an dem wir uns nicht die Frage stellen, wie wir diesen Konflikt lösen können”, sagte unterdessen Didi Lübbers. „Wir als Fan-IG können da nur unsere Hilfe anbieten und vermitteln. Entscheidend handeln müssen die Alemannia GmbH, die Polizei und das Fanprojekt.”
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