Aachen - Alemannia-Fans kämpfen für Heinrichs

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Alemannia-Fans kämpfen für Heinrichs

Von: Holger Richter
Letzte Aktualisierung:
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Bitte zugreifen: Mit einer Flugblatt-Aktion setzte sich die Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans beim Heimspiel am Tivoli für Präsident Horst Heinrichs ein. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Dirk Heinhuis hatte am Wochenende wahrlich viel zu. Immer wieder musste der Sprecher der Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans (IG) erklären, was es mit der Erklärung von Horst Heinrichs vom Freitag auf sich hat. „Es handelt sich nämlich nicht um einen Rücktritt oder eine Zurücknahme seiner Kandidatur”, betonte Heinhuis.

„Horst Heinrichs hat lediglich die Entscheidung des Verwaltungsrates, ihn nicht mehr als Kandidaten für das Präsidentenamt bei der Alemannia zu nominieren, akzeptiert.”

Heißt im Umkehrschluss, würde der Verwaltungsrat ihn doch noch nominieren, würde Heinrichs auch kandidieren. Das allerdings hatte der Verwaltungsrat bereits mehrfach ausgeschlossen. Mit dieser Klarstellung wandte sich die Fan-IG, die eine erneute Kandidatur des seit 2002 amtierenden Vereinspräsidenten nach wie vor unterstützt, gestern Abend am Tivoli auch an die Fans.

„Die Mitglieder sollen an der Entscheidung teilhaben”, stand auf den Flugblättern, die die Fan-IG-Mitglieder vor dem Spiel gegen den MSV Duisburg an die Alemannia-Anhänger verteilten.

Auf den Flugblättern empfiehlt die IG unter anderem dem Alemannia-Verwaltungsrat, neben dem bisher noch nicht benannten Wunschkandidaten der Gremien „auch Professor Heinrichs als Kandidaten zuzulassen”. „Das wäre nicht nur im Sinne der Mitglieder, sondern auch Ausdruck eines demokratischen Prozesses”, argumentiert die IG.

„Auf weitere Aktionen haben wir bewusst verzichtet, weil uns die Information erstmal am wichtigsten erschien”, erklärte Heinhuis. Außerdem hätten ohnehin viele Fans vor, Plakate und Transparente mit ins Stadion zu bringen, weiß der IG-Sprecher aus zahlreichen E-Mails, die ihn seit Freitag erreicht haben.

Dieser Ankündigung ließen die Fans dann auch Taten folgen. Beim Einmarsch der beiden Teams hielten sie vor allem im S-Block Transparente mit Aufschriften wie „Unser Herz, unsere Alemannia, unser Horst” oder „Alemannia-Fans pro Heinrichs” in die Höhe. „Heinrichs muss bleiben”, forderte ein anderes Plakat.

Kritische Töne, die sich gegen eine erneute Kandidatur Heinrichs aussprachen, waren - zumindest gestern Abend - nicht zu hören.
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