Alemannia: Auf dem Weg zu einer Lösung

Von: Christoph Pauli
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Die Alemannia in Schieflage: H
Die Alemannia in Schieflage: Hauptgrund ist die finanzielle Belastung durch den Neubau des Tivolis.

Aachen/Düsseldorf. Weißer Rauch stieg dann nicht auf aus dem Düsseldorfer Finanzministerium. Das Konklave, an dem die Mitarbeiter des Ministeriums, von Alemannia Aachen, dem Hauptsponsor AM und natürlich von der Stadt teilnahmen, endete am Donnerstag nach 144 Minuten erwartungsgemäß nicht mit einem Durchbruch.

Vielmehr stellte der vom Verein und AM beauftragte Fachmann sein Sanierungsgutachten vor, mit dem der Verein wieder eine Perspektive bekommen könnte. Für die Ministerialbeamten ist das eine neue Lektüre. Das Land als größter Bürge hat naturgemäß ein vitales Interesse, eine Insolvenz des Vereins zu vermeiden.

Eine vorzeitige Ablösung der Bürgschaft scheint vom Tisch, vielmehr kann sich die Behörde vorstellen, die Laufzeit von derzeit 18 Jahren auf mindestens 25 Jahre deutlich zu verlängern. Wie sich Stadt und AM einbringen wollen oder können, gehört zu den offenen Fragen. „Ich habe den Eindruck, dass alle Parteien sehr gewillt sind, eine Lösung zu finden”, atmete Alemannias Geschäftsführer Frithjof Kraemer am Donnerstag auf. Alemannia scheint dem Tod mit externer Hilfe von der Schippe springen zu können. Die Zeichen verdichten sich, dass der Verein durch einen Verkauf des Stadions seine miserable finanzielle Ausgangslage entscheidend verbessern kann.

Die Gespräche laufen übers Wochenende weiter, der Gutachter will zwischen den Parteien erkunden, welche Lösung am sinnvollsten ist. Die prinzipielle Bereitschaft der Stadt, sich zu engagieren, ist formuliert, doch noch warten die Beteiligten auf ein konkretes Konzept von Kämmerin Annekathrin Grehling, wie sie sich die Stadt die Hilfe vorstellen kann.

Am Mittwoch soll dem Stadtrat eine konkrete Empfehlung vorgelegt werden, das Gremium entscheidet dann Mitte Januar. Fast zeitnah muss der Verein der deutschen Fußball Liga schlüssig darlegen, wie eine aufgelaufene Unterdeckung in dieser Saison von 800.000 Euro kompensiert werden kann. Andernfalls droht die Ligaaufsicht mit Geldstrafe oder Punktabzug. Auch dieses unerfreuliche Kapitel soll mit der angestrebten „großen Lösung” zugeklappt werden.
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