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Alarmstimmung am Boxgraben: Stadt dachte an Vollsperrung

Von: Alfred Stoffels
Letzte Aktualisierung:
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Aachener Straßenbild: Der Boxgraben ist wegen der Frostschäden so kaputt, dass die Stadt vorübergehend sogar an eine Totalsperrung dachte. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Nach dem langen Frostwinter sind Teile des Boxgrabens in einem solch verheerenden Zustand, dass vorübergehend sogar eine Vollsperrung zwischen Marschiertor und „Dreiräubereck” erwogen wurde.

Das lässt man aber nun sein, weil dort täglich mehr als 20.000 Pkw und vor allem 700 Busse unterwegs sind, für die es kaum Ausweichstrecken geben würde. Stattdessen will die Stadt nun alles daran setzen, den eh geplanten Um- und Ausbau des viel befahrenen Teilstücks zeitlich vorzuziehen. Mit den Arbeiten soll voraussichtlich im Herbst begonnen werden.

Am Donnerstag waren die tiefen Schlaglöcher auf der südlichen Fahrbahn des Boxgrabens, die an dem kleinen Park entlangführt, notdürftig repariert, aber auf der anderen Seite, wo die schönen alten Häuser stehen, sieht es nach wie vor kriminell aus: Ganze Asphaltlagen scheinen komplett zerdröselt, die Reste liegen kreuz und quer, drunter kommen die Pflastersteine raus - eine Buckelpiste in Vancouver kann kaum schwieriger zu befahren sein.

Was tun? Angesichts des miserablen Fahrbahnzustands kam in der Verwaltung schnell die Idee auf, Nägel mit Köpfen zu machen und den Boxgraben zwischen Burtscheider Straße und Friedlandstraße dicht zu machen. Die logistischen Probleme wären aber gewaltig gewesen, denn der Boxgraben ist Teil des Alleenrings und muss in dieser Funktion Unmengen von Verkehr aufnehmen und verteilen.

Also kommt es zu Plan B: Der Komplettumbau soll jetzt zügig eingeleitet werden - die Stadt hofft auf einen „unüblich schnellen Bescheid”, um an die Fördergelder zu kommen. Dazu braucht sie aber vorher einen Baubeschluss der Politiker, an dessen Zustandekommen nun gearbeitet wird.

Gleichwohl denkt die Verwaltung darüber nach, in der Zwischenzeit irgendwas Provisorisches zu machen, um die stoßdämpferquälende Rüttelstrecke zu entschärfen. Stadtpressesprecher Hans Poth versicherte am Donnerstag, man werde sich „kurzfristig eine vernünftige Lösung” einfallen lassen, „so kann es ja nicht bleiben bis zum Herbst”.

Nach Stand der Dinge wird die Sanierung des Boxgrabens im genannten Bereich 900000 Euro kosten; weil der mittlerweile abgeschlossene Umbau zwischen Karmeliterstraße und Schanz preiswerter gekommen ist als erwartet, können von dort noch Gelder herübergehoben werden, was die Erteilung der Fördergenehmigung beschleunigen könnte.
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