AKV-Schatzmeister: „Jetzt sind die Finanzen gesichtert“

Von: Georg Dünnwald
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Für die nächsten drei Jahre kümmern sich die Elferräte des AKV mit Präsident Werner Pfeil (6.v.r.) um die Belange des Nobelnarrenvereins. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Noch am späten Abend gratulierte NRW-FDP-Parteichef Christian Lindner in der Elephant-Bar des Quellenhofs seinem Parteikollegen Werner Pfeil zum 100-Prozent-Sieg. Der Rechtsanwalt bleibt nämlich Präsident des AKV.

Friede, Freude, Eierkuchen waren angesagt bei der ordentlichen Jahreshauptversammlung des Aachener Karnevalsvereins. Kein Zank, kein Streit entzweite am Dienstagabend im Berlin-Saal des Luxushotels an der Monheimsallee die Öcher Lackschuhkarnevalisten. Nur ein Wermutströpfchen trübte die Bilanz aus drei Jahren Vorstandsarbeit des Elferrats und der Beiräte.

Die Bilanz des Nobelnarrenvereins weist trotz gewaltiger Sparmaßnahmen ein Defizit auf. Schuld daran sind Sponsoren, die ihre Geldtaschen geschlossen haben und das Finanzamt, weil es nach einer Steuerprüfung eine Nachzahlung von 30.000 Euro forderte. Offensichtlich ärgerten sich ein paar Sachbearbeiter bei der Steuerbehörde, dass sie vorher Forderungen akzeptiert hatten, die AKV-Veranstaltungen in Brauchtumsveranstaltungen und in solche mit wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb aufzuteilen. Dadurch wurde der Mehrwertsteuersatz für die Brauchtumsveranstaltungen auf sieben Prozent heruntergeschraubt. 70.000 Euro zahlte der Fiskus zurück. Aber dann wurde die Steuerprüfung angesetzt...

Zudem stellte das Eurogress seine Rechnung nicht mehr im Herbst aus, sondern bereits im Frühjahr, so dass im Geschäftsjahr des AKV (jeweils 1. Juli bis 30. Juni) zwei Eurogress-Rechnungen über 30.000 Euro zu berappen waren. Die Liste der Belastungen ließe sich beliebig fortsetzen. Obwohl der Elferrat mit Werner Pfeil an der Spitzer nicht müde wurde, neue Sponsoren zu akquirieren, blieben Verlust, weil zwei Hauptsponsoren, Arei und Air Berlin, sich zurückzogen.

280.000 Euro fehlen wegen der weg gebliebenen Sponsoren in der jecken Kasse des AKV. Der VIP-Kartenverkauf zur Fernsehsitzung verlief nicht so gut wie bei den letzten Galasitzungen. Schatzmeister Torsten Peters verzeichnete einen Verlust von 48 Prozent beim Verkauf der VIP-Karten. Auch die Carnevale, die weite große Veranstaltung hinter der Festsitzung hatte weniger Einnahmen.

Und die Aufnahmegebühren von Neumitgliedern fielen gar um 84 Prozent! Im Jahr 2011 wurden den Neumitgliedern noch 26.000 Euro in Rechnung gestellt, im Jahr 2012 waren es nur noch 4000 Euro. Für die Zukunft sieht Torsten Peters aber die Finanzen des Vereins gesichtert.

Bilanz der letzten drei Jahre

Aber vieles, so Pfeil, wurde wieder wettgemacht durch erhebliche Einsparungen im Personalbereich, um 28 Prozent seien die Kosten verringert worden. Werner Pfeil beleuchtete eingehend die vergangenen drei Jahre, seit er Präsident des AKV wurde.

Die Wahlen zum Elferrat waren schnell erledigt. Von 99 Stimmen entfielen 96 auf Pfeil, drei Enthaltungen wurden abgegeben. Das diese aber nicht mitgezählt werden, stehen nun 100 Prozent der AKV-Mitglieder hinter ihrem Präsidenten. Seine Vizepräsidenten sind Rolf Gerrards und Roger Lothmann in dieser Reihenfolge. Schatzmeister bleibt Torsten Peters. In den Elferrat wurden gewählt: Peter Dumonceau, Achim Floegel, Andre Freese, Walter Hubel, Wolfgang Hyrenbach, David Lulley und Josef Schumacher. Christian Henry wurde zum neuen Beirat bestimmt.

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