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Aktion „Brand für alle“ geht nach drei Jahren Laufzeit zu Ende

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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„Brand für alle“: Projektleiterin Marianne Krott überreicht OB Marcel Philipp ein Paket mit Symbolcharakter. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Sichtlich neugierig öffnete Oberbürgermeister Marcel Philipp das Paket, das Marianne Krott vom Projektteam „Brand für alle“ ihm überreichte. Symbolisch darin verborgen waren all die Projekte, die „Brand für alle“ auszeichnen.

Der Runde Tisch der Senioren, die Alt-Jung-Kooperation, das Samowar-Café und vor allem das Seniorentelefon. All diese Initiativen ruhen nun auch in den Händen des OB, nachdem das Projekt „Brand für alle“ nach einer Laufzeit von drei Jahren zu Ende geht.

„Nachhaltigkeit war uns von Beginn an wichtig“, meinte Projektleiterin Elisabeth Welter. Deshalb wurden die einzelnen Initiativen jetzt in einer offiziellen Übergabe in die Hände von Ehrenamtlern und sonstigen Partnern gelegt.

„Brand für alle“ ging 2010 mit einem Zusammenschluss von Ehrenamtlern, hauptberuflichen Kräften und dem Bezirksamt als Koordinator an den Start. Laut Philipp ging es vor allem darum, eine Antwort auf den demografischen Wandel zu finden, um so die Lebensqualität im Stadtteil zu sichern und zu verbessern. Nicht zuletzt Dank des unermüdlichen Einsatzes der Ehrenamtler sei etwas in Bewegung gekommen, meinte Philipp und fügte hinzu: „Das Projekt in Brand hat Beispielcharakter“.

Und tatsächlich wollen Stadtteile wie Forst, Eilendorf, Richterich und Burtscheid ein Seniorentelefon nach Brander Modell einrichten. Dabei helfen Ehrenamtler Senioren bei kleinen Reparaturen, durch einen Begleitdienst oder einfach, in dem sie den älteren Menschen Zeit schenken und zuhören.

Freizeitangebote

Das „Erzählcafé Samowar“ ist ein weiteres Projekt im Rahmen von „Brand für alle“. Männliche Senioren aus der Sowjetunion treffen sich einmal im Monat, trinken Tee aus dem Samowar, musizieren und schwelgen in Erinnerungen. Freizeitangebote für ältere Herren mit Migrationshintergrund gibt es laut Elisabeth Welter eher selten.

Deshalb freuen sich die Organisatoren, darunter die DRK-Integrationsagentur und die evangelische Gemeinde Brand, sehr darüber, dass es gelungen ist, ein solches Café auf die Beine zu stellen.

Das Team glaube fest an den Gedanken der Teilhabe, so Elisabeth Welters. Eine gut vernetzte Quartiersentwicklung funktioniere nur dann, wenn alle, die mitarbeiten wollen, mit offenen Armen empfangen und integriert würden, meinte sie. Und je größer das Netzwerk , desto erfolgreicher die Arbeit. Von Beginn an habe man versucht, zu erfahren, was die Bürger wollen, um dann entsprechend zu reagieren. So seien eine Vielzahl von Initiativen ins Leben gerufen worden. Nun gehe es darum, sie auch am Leben zu erhalten.

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