Aids-Tag setzt Zeichen für mehr Toleranz

Von: Marcus Erberich
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Foto: imago/Steinach
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Aachen. HIV-Positiv. Diese Diagnose verändert das Leben der Betroffenen einschneidend. Allein im vergangenen Jahr haben sich in Deutschland rund 2700 Menschen neu mit dem unheilbaren HI-Virus infiziert. Insgesamt wird die Zahl der infizierten Menschen in Deutschland auf 73.000 geschätzt - weltweit sind es 34 Millionen.

Am Donnerstag, 1. Dezember, macht der Welt-Aids-Tag 2011 auf die Krankheit aufmerksam. Das Motto in diesem Jahr: „Positiv zusammen leben - Aber sicher!”. Ziel ist es, nicht nur zu warnen und Neuinfektionen zu verhindern, sondern vor allem auch Vorurteile abzubauen und Angst zu nehmen. Immer noch werden Infizierte in der Gesellschaft diskriminiert: am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, teils sogar in der Familie. Und das, obwohl die Medizin in Bezug auf HIV in den letzten 15 Jahren große Fortschritte gemacht hat. „Früher war Aids noch ein Todesurteil. Heute kann man damit leben, wenn es frühzeitig erkannt wird”, so Walter Brüsseler, Geschäftsführer des Vereins Aids-Hilfe Aachen.

Heilen können die Medikamente die Infektion aber nach wie vor nicht. In der Regel ist eine lebenslange Behandlung nötig. Die Aids-Hilfe Aachen hat gemeinsam mit dem Schwulenreferat der Hochschulen und dem Asta für den 1. Dezember diverse Aktionen geplant: Informationsstände vor Lust for Life, am Uniklinikum, im Kármán-Forum und in der RWTH-Zentralmensa, an denen auch Spenden gesammelt und rote Schleifen, Symbol der Solidarität und Mitmenschlichkeit zu HIV-Infizierten, verteilt werden. Ein Höhepunkt soll gegen 15 Uhr eine von Menschen dargestellte rote Schleife auf dem Vorplatz des Super C der RWTH, Templergraben, sein. Auch am Haus der katholischen Hochschulgemeinde in der Pontstraße wird eine große rote Schleife angebracht. Um 18 Uhr findet am Durchgang zwischen Domhof und Münsterplatz außerdem eine Gedenkfeier für an Aids gestorbene Menschen statt.

Beratung und Betreuung von Aids-Patienten sowie HIV-Präventionsmaßnahmen sind das Tagesgeschäft der Aids-Hilfe Aachen. In den vergangenen Jahren hat der Verein 256 Betroffene begleitet. Aus einem Soforthilfefonds kann in Einzelfällen finanzielle Unterstützung geleistet werden, zum Beispiel, wenn ein Betroffener sich dringend benötigte Medikamente nicht leisten kann. Der Fonds setzt sich ausschließlich aus Spenden zusammen.
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