Agenten, Bond-Girls und ein Auftrag - der Aufstieg

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
grünweiss_bu
Die Pailletten-Kleider tief ausgeschnitten, das Haar offen: Die Standardformation des TSC Grün-Weiß Aquisgrana tanzt sich durch die Agentenwelt. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Neues Outfit, neue Schritte, neue Musik: Unter dem Titel „Top Secret”präsentierte die Standardformation des Laurensberger Tanzsportclubs Grün-Weiß Aquisgrana jetzt ihr neues Programm.

Der Titel „Top Secret” („Streng geheim” kommt nicht von ungefähr: Die Formationstänzer geben sich als Geheimagenten alias James Bond, und bevor sie die neue Choreografie preisgaben, mit der sie in der kommenden Saison an den Start gehen, sorgten sie dafür, dass die Spannung im Laurensberger Tanzsportclub an der Vetschauer Straße stieg.

Ein buntes Beiprogramm stimmte die Zuschauer in die Welt der Agenten ein. Da wurde bei einem dreisten Überfall ein Diamantenkollier gestohlen, und das galt es, wiederzufinden. Der Auftrag an die Zuschauer: „Halten sie die Augen auf, verfolgen sie jeden Schritt, denn jedes Detail kann entscheidend sein.” Und nach einigen peppigen Breakdance-Einlagen des Nachwuchses kam die neue Formation dann aufs Parkett: acht Paare, die Herren im schwarzen Frack, die Damen in freizügigen, lilafarbenen Paillettenkleidern und mit offenem schwarzen Haar.

„Wir wollten ein bisschen frischen Wind in die Truppe bringen”, erzählt Kristin Bojahr, die das neu zusammengestellte Team gemeinsam mit David Urbach seit etwa einem Jahr trainiert. Um einem echten Bond-Girl in nichts nachzustehen, sind die Dekolletés der Damen tiefer geworden, und statt des strengen Dutts tragen sie ihr Haar jetzt offen.

Bei der Musikauswahl setzten die Trainer auf Filmmusik aus James Bond und „Der rosarote Panter”. Komplett wird das Szenario durch die eigentliche Choreografie: angedeutete Kampfszenen und Schusswechsel und dann immer wieder die typische Geste des Agenten mit dem lang ausgestreckten Arm und der Waffe in der Hand. Und das Konzept scheint aufzugehen: Das Laurensberger Publikum zumindest sparte nicht mit Applaus.

„Das war ein Riesenprojekt, das wir da auf die Beine gestellt haben”, sagt Kristin Bojahr. Vom Musikzusammenschnitt über die Kostüme bis hin zur neuen Choreografie haben Tänzer und Trainer alles alleine bewerkstelligt. „Das Team ist unglaublich motiviert”, freuen sich die Trainer.

Immerhin haben sich alle gemeinsam ein hohes Ziel gesetzt. Sie wollen in die Zweite Bundesliga aufsteigen. Bis dahin allerdings ist es noch ein steiniger Weg. Zunächst einmal müssen sie in der kommenden Saison auf dem ersten oder zweiten Platz ihrer Regionalliga landen und dann bei der Relegation in Nürnberg noch einmal unter den ersten beiden sein. Ein ehrgeiziges Ziel, wie auch die Trainer einräumen. Aber dennoch durchaus zu schaffen, meinen sie. Die neue Choreografie sei zwar recht anspruchsvoll und nicht ganz leicht zu tanzen, aber gerade deshalb besonders reizvoll.

Kristin Bojahr und David Urbach sind selbst erfahrene Tänzer und können auf Titel wie „Erste deutsche Meisterin in der Standardformation (Bojahr) oder „Zweiter deutscher Meister” (Urbach) verweisen. Ihre Tanzschuhe haben sie inzwischen an den Nagel gehängt, aber das war kein endgültiger Abschied von der Standardformation. Jetzt wollen sie dem Laurensberger Team „ein bisschen auf der Nase herumtanzen” und ihm zum Aufstieg verhelfen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert