Aachen - Afrika-Forum will Politik mitgestalten

Afrika-Forum will Politik mitgestalten

Von: Michael Klarmann
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Anderthalb Jahre nach seiner Gründung blickt das Afrika-Forum zielsicher in die Zukunft: Zum einen will das Netzwerk afrikanischer Vereine und Organisationen mit einer „Afrika Liste” an den Wahlen zum Integrationsrat teilnehmen, andererseits plant man für Herbst einen „Afrikatag”.

Gegründet hat sich das Afrika-Forum im November 2008 mit dem Ziel einer „besseren Vernetzung” unter den afrikanischen Vereinen Aachens, sagt Mona Pursey, Koordinatorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit in NRW. Gefördert worden war die Gründung unter anderem durch das Integrationsministerium von Armin Laschet. Zudem unterstützen etwa die Stabstelle Integration, das Eine-Welt-Forum sowie die Integrationsagentur der Caritas das Projekt. Langfristiges Ziel des Afrika-Forums ist die Errichtung eines soziokulturellen Afrika-Zentrums.

Neben einem Beirat hat sich auch ein Sprecher-Komitee des Afrika-Forums konstituiert. Diesem Gremium gehört Salif Sow an. Der Akademiker sagt, man wolle weiter die Kräfte aller afrikanischen Gruppen bündeln. Und man wolle sich ebenso in die weltoffenen und tolerante Gesellschaft und Lokalpolitik in Aachen einbringen. Sow ist einer von mehreren aus Afrika stammenden Migranten, die sich auch auf der „Afrika Liste” am 7. Februar zur Wahl für den Integrationsrat stellen.

Auch Ahmed Brimil wird auf dieser Liste für den Integrationsrat kandidieren und gehört zum Sprecher-Komitee des Afrika-Forums. Es gehe darum, die „riesigen Potenziale” und „Ressourcen” der Afrikaner zu entdecken, zu bündeln und zu fördern, sagt Brimil. Rund 4000 bis 5000 Menschen, die aus Afrika stammten, lebten in Aachen, darunter Studierende, Ingenieure und Pädagogen. Daher sei das Afrika-Forum auch eine Art Brücke zwischen Ur-Aachenern und den aus Afrika stammenden Neu-Aachenern. Jene Brücke sei indes ebenso möglich, wenn es um wissenschaftliche und wirtschaftliche Kontakte zwischen dem Hochschulstandort und den Heimatländern der in Aachen lebenden Afrikanern gehe, ergänzt Sow.

Party vor der Wahl

Im Vorfeld der Wahl findet am Samstag, 30. Januar, eine Vor-Wahlparty im Alexander von Humboldt-Haus, Pontstraße, statt, mit Musik, Kultur und Kulinarischem. Das Afrika-Forum selbst will die Einzelorganisationen afrikanischer Gruppen besser vernetzen und eventuell einen Art Dachverband-Verein gründen.

Für August ist dann sogar ein „Afrikatag” geplant. Auf ihm sollen dann die einzelnen Gruppen afrikanischer Migranten und Studierenden ihre Kultur, Musik, Kunst und Speisen vorstellen können.
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