„Actor‘s Nausea“ inszeniert Agatha Christie-Roman

Von: Miriam Wollner
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Die idyllische Hochzeitsreise auf dem Schiff wird für Linnet und Simon zur Katastrophe. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Im „Space“ des Ludwig-Forums wird eifrig für ein Theaterstück nach Agatha Christie geprobt. Auf den Stühlen im Zuschauerraum liegen überall Requisiten verteilt, von bestickten Sonnenschirmchen bis hin zu einfachen Suppentöpfen.

Auf der Bühne sieht man ein gemütliches Bett, einen Sessel, einen schweren Teppich und eine Art Hotelbar – als stimmige Szenerie zusammengestellt. Der Name Agatha Christie ist fast jedem ein Begriff. Die Kriminalromane der englischen Autorin sind spannend und weltberühmt. Das dachte sich auch die Theatergruppe „Actor‘s Nausea“ der RWTH Aachen und entschied sich, eins der Werke zu adaptieren und auf die Bühne zu bringen. Unter dem Titel „Death on the Mississippi“ führt sie das Stück nun auf. Aber ist der Originaltitel des Romans von 1937 nicht „Death on the Nile“?

Ja, das ist er. Ganz bewusst haben die rund 20 jungen Studenten den Titel geändert und lassen ihr Kreuzfahrtschiff kurzerhand anstatt durch Ägypten quer durch Amerika schippern. Das stellt einen stärkeren Bezug zu der Besonderheit des aufgeführten Stücks her: Es ist auf Englisch. Die Theatertruppe „Actor‘s Nausea“ diente ursprünglich als andersartiger Sprachkurs für alle Anglistikstudenten der Aachener Hochschule.

Mittlerweile setzt sich die Gruppe aber aus allen Studienbereichen zusammen. Hauptsache man hat Spaß am Schauspielern und kann sich kreativ einbringen. In dem Stück geht es um die Millionärin Linnet und ihren frisch Vermählten Simon. Die beiden verbringen ihre Hochzeitsreise auf einem Kreuzfahrtschiff. Richtig idyllisch wird es jedoch nicht, denn Linnet und Simon fühlen sich von den anderen Passagieren verfolgt. Plötzlich ist Linnet tot. Nun kommt die Detektivin Hercule Poirot hinzu, um die mörderische Situation aufzuklären. „Als ich das Stück das erste mal gelesen habe, war ich am Ende total überrascht, wer sich als Mörder entpuppt hatte“, schildert Schauspielerin Charis Luvangadio.

Wer wissen will, wer hinter den Morden steckt, hat erstmals bei der Premiere des Kriminalstücks unter der Regie von Tatiana Kutz und Julia Glock am Donnerstag, 6. Februar, um 20 Uhr dazu Gelegenheit. Die Vorstellungen geht im Lufo, Jülicher Straße 97-109, über die Bühne. Weitere Aufführungen sind am 7., 8. und 9. Februar, jeweils um 20 Uhr (am Sonntag um 18 Uhr). Karten gibt es für 7 Euro (ermäßigt 5 Euro) im Internet unter: www.actorsnausea.de.

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