Aachen - „Activity” im Mörgens: Zufall bestimmt die Performance

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„Activity” im Mörgens: Zufall bestimmt die Performance

Von: mas
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Annalisa Derossi tanzt zu den
Annalisa Derossi tanzt zu den Requisiten, die die Zuschauer nach dem Zufallsprinzip auf die Bühne des Mörgens bringen. Foto: Wil van Iersel

Aachen. Klänge aus der Werkstatt mischen sich mit dem Rattern einer Nähmaschine und rezitierten Texten aus der Dramaturgie: Zu den Klängen bewegt sich eine Tänzerin und spielt mit den Requisiten, die die Zuschauer zuvor „erbeutet” haben.

Zu einem ganz unkonventionellen Theatererlebnis mit dem Namen „Activity” laden Annalisa Derossi (Tänzerin) und Ludger Engels (Regisseur) ins Mörgens ein. Die Zuschauer selbst entscheiden, was auf der Bühne zu sehen sein wird, und lernen das Theater dabei auch von seiner ansonsten verborgenen Seite kennen.

Die Performance folgt dem Spielprinzip des Zufalls. Sechs Gruppen, sechs Orte und sechs Zahlen auf einem Würfel bestimmen, was die Tänzerin auf der Bühne darstellen wird. Der gesamte Gebäudekomplex des Mörgens wird zum Ort des Geschehens: Die Zuschauer machen sich - ausgestattet mit kleinen Mikrofonen - auf den Weg in die Schreinerei, die Schneiderei, die Kaschierwerkstatt, die Requisite, die Dramaturgie und die Schlosserei und nehmen dort auf, was an Arbeit geleistet wird.

Sie erwürfeln verschiedene Aufgaben und sammeln so Klänge, Materialien, Texte und Musik an verschiedenen Orten. In einem großen Finale bringen die Tänzerin Annalisa Derossi und ein Schauspieler in einer Abschlussperformance die verschiedenen Komponenten zusammen. Und auch hier entscheidet wieder das Zufallsprinzip.

Erinnerung an John Cage

Laut Ludger Engels haben er und Annalisa Derossi sich von dem amerikanischen Komponisten John Cage inspirieren lassen. Dessen 100. Todestag sei Anlass, an ihn zu erinnern, meint Engels. Cage habe immer wieder kleine Projekte entwickelt, die eine demokratische Art der Kunst vermittelten. Und im Mörgens haben die Zuschauer jetzt Gelegenheit, zugleich Autoren und Komponisten zu sein.

Premiere ist am Freitag, 15. Juni, um 20 Uhr im Mörgens.

Weitere Aufführungen sind am 18. und 20. Juni um 11 Uhr, am 4. Juli um 12 Uhr und am 10., 12. und 13. Juli um 20 Uhr.

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